Ausflug nach Dubai -2-
... und ein eigentümlicher Rindertransport. 😄
Es ist erstaunlich, wie wenige Fotos wir während des Urlaubs gemacht haben. Wir waren halt noch blutige Anfänger oder so dermaßen frisch verliebt, dass wir nur Augen füreinander hatten und dabei das Fotografieren komplett vergessen haben. 😄
Immerhin haben wir wenigstens daran gedacht, uns am Burj Al Arab und den abenteuerlichen Stier-Transport im Bild festzuhalten.
Ach so: Es gibt noch drei Dinge zu erwähnen, die uns auch ohne Fotos im Gedächtnis bleiben werden. Zum Einen die klimatisierten Bushaltestellen (ja, kein Scherz) eine sehr freundliche, selbstständige Taxi-Unternehmerin, die uns erzählte, wie streng die Abschiebungen in Dubai gehandhabt werden. Wenn man als Ausländer unangenehm auffällt – auch als Unternehmer – muss man Ruckzuck das Land verlassen.
Das erklärt auch die dritte Geschichte:
Der Taxifahrer, der uns abends zurück nach Ajman ins Hotel fahren sollte, fuhr einen für uns auf den ersten Blick gigantischen Umweg, sodass wir eine typische Touristen-Abzocke vermuteten.
Wir sagten dem Fahrer natürlich, dass uns seine Route seltsam vorkam und er uns nicht verarschen solle. Er erklärte uns, es herrsche auf der kürzesten Strecke starker Berufsverkehr und er würde diesen umfahren.
Leider brach der typisch deutsche Nazi in uns durch und wir deuteten an, dass wir die Route via Navigatiions-App kontrollieren würden. Oh man… 😝
Unser Taxifahrer wurde auf jeden Fall mit jedem Kilometer nervöser, bis ihm im angenehm klimatisierten Fahrzeug die Schweissperlen auf der Stirn standen. Einige Zeit später wollte er uns erzählen, dass seine Schicht bald enden würde und er uns ein anderes Taxi rufen würde. Wir antworteten ihm, er solle uns keinen Quatsch erzählen und uns gefälligst wie vereinbart zum Hotel fahren – wir würden im nächtlichen Schardscha garantiert nicht auf ein Taxi warten. Die brennenden Ölfässer
in dem abgelegenen Industriegebiet, welches wir gerade durchquerten, erschienen uns wenig einladend.
Als er wenige Kilometer vor dem Hotel wieder auf die Hauptverbindungsstraße zwischen Dubai und Schardscha zurückkehrte, sahen wir tatsächlich den starken Verkehr. Es machte sich ein undefinierbares Gefühl in der Magengegend breit…
Irgendwann erinnerten wir uns daran, was uns die Taxi-Unternehmerin erzählte. Nämlich, dass Menschen bei grobem Fehlverhalten des Landes verwiesen werden. Uns war klar, dass unser Fahrer befürchtete, wir würden uns über ihn beschweren und er – wie viele Arbeiter in Dubai – kein Geld mehr zu seiner Familie in der Heimat schicken könnte. Uns plagte unser Gewissen und als wir dann endlich am Hotel ankamen, war er sichtlich froh, uns loszuwerden. 😶
Wir meinen uns erinnern zu könnten, dass er uns einen niedrigeren Preis als auf dem Taxameter nannte. Das hat unser schlechtes Gewissen dann fast ins Unendlich getrieben und wir zahlten nicht nur den vollen Preis, sondern entschuldigten uns für unser Verhalten und gaben ihm zusätzlich noch ein ordentliches Trinkgeld.
Solltest du also irgendwann mal in Dubai einen Taxifahrer anhalten wollen, der das Gaspedal sofort durchtritt, sobald er in dir einen finsteren Germanen erkennt – entschuldige bitte! 😅
Al Ittihad Str. / Al Talla Cafeteria
(Foto Stier auf Ladefläche)
Jumeira Public Beach
Fotolocation am Burj Al Arab