Australien – Tag 15
Roadtrip, Tag 2
Wir haben Zimmer 211 im Golf Place Inn Motel, Primbee gehabt und wir würden wieder hier übernachten. Es ist ruhig, sauber, gut ausgestattet (mit Mikrowelle, Tellern etc.), gut gelegen und hat ein gemütliches Bett. Für ein Motel absolut in Ordnung. Doch jetzt brechen wir wieder auf. Und zwar nicht wie geplant, weiter dem Grand Pacific Drive folgend, sondern Richtung Uluru/Ayers Rock im Northern Teritory.
Richtung Ayers Rock, jetzt schon
Das Wetter hier an der Küste macht, was Küsten-Wetter gerne macht. Es wechselt. Und Wetter-Fuzzis machen, was Wetter-Fuzzis gerne und oft machen – ungestraft Bullshit erzählen. Zum Glück sind wir flexibel und entscheiden uns spontan, unseren Trip entlang der wunderschönen Küste ein paar Tage/Wochen nach hinten zu verschieben und zuerst den Ayers Rock beziehungsweise Uluru zu besuchen – schlappe 2777 Kilometer entfernnt. 😅
Die australischen Highlands
Jow, man glaubt es kaum, aber es ist so. Dieses Australien ist so vielfältig, es hat hier Landschaft, die nicht nur uns sehr an die schottischen Highlands erinnert. Wir fahren eine sehr schöne, kurvige Strecke ein Plateau hinauf, dessen Landschaft irgendwie zwischen Regenwald, Eifel im Regen oder schottische Highlands erinnert. Folgerichtig nennt sich die Region auch die „Southern Highlands“.
Der erste ernsthafte Ort, den wir oben auf dem Plateau angekommen, durchqueren, ist Robertson, mit seiner „Big Potatoe“. Ursprünglich sollte die Big Potatoe ein Museum oder ein Kiosk werden – heute ist sie einfach nur eine große Skulptur aus Pappmaché, die scheinbar auch gerne mal angemalt wird. Aktuell und zum 30-Jährigen Jubiläum des Films „Schweinchen Babe“. Der Film wurde unter anderem auf Farmen hier und um Robertson herum gedreht. Lustig, diese Australier. Das bestätigt sich auch in den Leighton Gardens in Moss Value, wo man den Bäumen im Winter ein paar bunte Söckchen anzieht. 😄👍
Wagga Wagga City
334 Kilometer weiter sind wir in einem Örtchen mit Namen Wagga Wagga, was auf Aboriginesisch so viel wie „viele Krähen“ bedeutet. Viele Krähen haben wir nicht einmal gesehen, dafür viele Kakadus. Überall hört- und sieht man sie. Schön. Wir verlieben uns gleich ein bisschen in Wagga Wagga City. Ein gar nicht mal so kleiner, aber urig wirkender Ort, der gemütliche Vibes ausstrahlt (und wo ganz nebenbei der Sprit mit umgerechnet 0,84€ pro Liter spottbillig ist 😄).
Die große Pappnase bucht uns auf dem Weg nach Wagga Wagga schon ein Hotel. Ein Job, den sonst die hübscheste Pappnase übernimmt. Nur fährt die hübscheste Pappnase gerade das Auto und das führt dazu, dass wir im Romano’s Hotel landen. 😆
Der erste Eindruck des durchaus hübschen Hotels ist erst einmal der eines Cocktails aus einem historischem, sehr schönen Hotel mit einem Schuss aus Bar, Disco und Spielhalle. Das Ding könnte also auch in Las Vegas stehen. 😅 Wir befürchten schon, dass wir eine schlimme Nacht vor uns haben werden, aber – hey! – ein Roadtrip ist ja nicht nur Vergnügen, man muss auch schonmal dahin gehen, wo es weh tut. 😅
Am frühen Abend landen wir im Tilly’s Wagga, einem netten Restaurant-/Bar-/Club-Dings mit Dachterrasse, wo wir uns durch die halbe Speisekarte futtern, weil wir nicht nur ziemlich hungrig sind, sondern weil es wirklich lecker ist. Das Tilly’s Wagga ist ein echter Tipp – nicht nur wegen des Essens, auch wegen des schönen Sonnenuntergangs, den man über die Dächer Wagga Waggas hinweg sehen kann.