Australien – Tag 39, „Unsere“ Great Ocean Road
Roadtrip Tag 27, Port Fairy -> Melbourne
Heute fahren wir die Great Ocean Road, die zu den Traumstraßen der Welt gehört – und das zurecht. Wow, wat ’ne Tour!
„Unsere“ Great Ocean Road -I-
Man findet im Internet eine Menge Infos zum Streckenverlauf der Great Ocean Road. Es gibt irgendwie nicht DIE Start-/End-Punkte für die Route. Blöd. Warum eigentlich nicht? Auf der offiziellen Webseite „Visit Victoria“ ist es sogar ein Rundkurs. Da steht man dann erstmal doof da. Viele Infos, aber wat is denn nu richtig? Angeblich beginnt/endet die Great Ocean Road genau hier, an der Kreuzung B100/A1. Und irgendwie macht das auch Sinn, weil die B100 praktisch die Great Ocean Road ist. Aber um die Verwirrung noch so richtig zu erhöhen, heißt es, dass die Great Ocean Road in Torquay beginnt/endet. Die B100 endet/beginnt aber in Belmont und zwar genau hier, wo sie wieder auf die A1 trifft. Hä? 😅
Für uns riecht das nach klassischem Copy-Paste-Ohne-Plan-Voneinander-Abschreib-Chaos. 😄 Wenn die Aussis es also nicht hinbekommen, die Start-/End-Punkte der Great Ocean Road zu manifestieren und zwei dusselige Schilder oder Markierungen aufzustellen, an denen man ein „We did it!“ – Foto machen kann, machen wir das halt selbst und bestimmen unsere eigene Great Ocean Road. So! 😅
„Unsere“ Great Ocean Road -II-
Ursprünglich war geplant, am Port Fairy Lighthouse zu starten. Da kommt man mit dem Auto aber nichtmal annähernd hin – doof für einen Roadtrip, zu dem zwingend ein Auto gehört. Also disponieren wir blitzschnell um und starten am nahegelegenen The Passage Carpark, mit toller Aussicht auf den großen, wilden Pazifik. Außerdem heißt die Straße hier „Ocean Drive“. Passt doch. Irgendwie. Also die Pappnasen angelegt, ein Foto gemacht, los geht’s. 😄
„Unsere“ Great Ocean Road -III-
Auch DER Plan hat einen Haken, das merken wir schnell. Denn die 40 Kilometer bis zu der Stelle, wo die B100 an der Kreuzung zur A1 beginnt, sind sterbenslangweilig und so überhaupt nicht das, was wir von einer Great Ocean Road erwarten. Verdammt. Wir müssen unseren Plan wieder anpassen 😅.
Wir folgen der B100 bzw. der Great Ocean Road knapp 7 Kilometer bis zur Mündung der Childers Cove Road, wo wir dann hier das Pappnasen-Mobil parken und hinunter zum Diamond Beach gehen. Einfach so, ohne zu wissen, was uns erwartet.
Und manchmal meistens wird Neugierde und Abenteuerlust belohnt. Wir entdeckem also „unseren“ Startpunkt für die Great Ocean Road – YAY! 🥳
„Unsere“ Great Ocean Road -IV-
Ab jetzt folgen wir der B100/Great Ocean Road und halten bis zu den weltberühmten Twelve Apostles 8 mal, um die spektakulären und teils atemberaubenden Aussichten zu genießen. Leider (oder zum Glück?) ist das Wetter sehr „küstig“ [küstig, 1) wechslerisch, unberechenbar, s "küstenwetter" 2) schmackhaft, schweizerisch, s. kost 1, b sp. 1846] und so wechselt das Wetter fast im Sekundentakt zwischen „Ahhh, es klart auf!“ zu „Ohhh, da kommt wieder Regen!“. 😅
Egal, wir denken, dass die Aussichten immer schön und spektakulär sind – egal bei welchem Wetter. Am Twelve Apostles Viewpoint ist offiziell – mal wieder (😏) – das Fliegen einer Drohne verboten/nicht erlaubt/nicht gerne gesehen. Wir sehen jedoch ein Pärchen, die ihre DJI Mavic 4 Pro steigen lassen und zwar direkt unten am Aussichtspunkt. Folgen hatte das nicht. Videokameras oder Security war auch nicht zu sehen, auch ist der Zugang zum Aussichtspunkt frei, eine Kontrolle gibt es nicht. Also… 😉
„Unsere“ Great Ocean Road -V-
Ab dem Twelve Apostles Viewpoint ändert sich die Charakteristik der Great Ocean Road. Bis hierher kann man alle paar Kilometer einen Aussichtspunkt finden und man fährt immer nahe der Küstenlinie. Nun aber beginnt der Great Otway National Park und es wird kurvig und die Great Ocean Road führt durch waldiges Gebiet, das teilweise einer Fahrt durch einen Regenwald gleicht. Sehr sehr cool. 😃
Ab der Apollo Bay ändert sich das Bild wieder. Man fährt hinunter zur Küste und die B100/Great Ocean Road folgt ganz nahe der Küste, so dass man wunderschöne Aussichten genießen kann – und zwar hinter jeder Kurve neue. Klasse!
Es ist unserer Meinung nach übrigens relativ egal, in welche Richtung man die Great Ocean Road fährt. Ob im- oder gegen den Uhrzeigersinn – fast egal. Wenn man es schafft, ist im Uhrzeigersinn optimal, weil man nicht über die Gegenfahrbahn schauen muss.
„Unsere“ Great Ocean Road endet nicht wie offiziell so oft erwähnt irgendwo in Torquay, ohne Schild, ohne Markierung, oder an der Einmündung der B100 auf die A1, sondern am Memorial Arch at Eastern View. Ist ja auch viel griffiger und logischer, denn: 1.) findet der schönste Teil der Great Ocean Road zwischen dem Memorial Arch at Eastern View und zum Beispiel dem Diamond Beach statt und 2.) kann man am Memorial Arch at Eastern View auch ein schönes Abschlussfoto machen.