Das Wasser ist wegen des aufgewirbelten sehr feinen Sandes so grün-gelb.
Kurztrip nach London
... und die Geburtsstunde der Pappnasen
Es war typisch: Samstagmorgen, der 2. März 2019, das Wochenende vor Rosenmontag. Die große Pappnase (karnevalsresistent, mit norddeutschem Blut) hat spontan die Idee, übers Wochenende nach London zu flüchten ääääh… zu reisen. Die hübsche Pappnase (karnevalsjeck mit rheinischem Blut) reist noch lieber, als dass sie Karneval feiert und ist von der Idee sofort begeistert. Also wurde umgehend ein Mietwagen gebucht (das Cabrio befand sich noch im Winterschlaf), im nahegelegenen Baumarkt ein paar Pappnasen für den Spontan-Trip-Fotos gekauft (so ganz ohne Karneval geht’s halt doch nicht) und Sonntagnacht um 2 Uhr geht es schon los Richtung London.
Der Grenzbeamte in seinem Häuschen am Eingang zum Fähr-Hafen in Dunkerque war irritiert, dass wir unbedingt Stempel in unsere Reisepässe haben wollten – für ihn war das wohl ebenso unverständlich wie ungewöhnlich, denn war es nicht das Tolle an der EU-Zugehörigkeit, auf so einen Firlefanz verzichten zu können – vor allem wenige Monate vor dem Brexit? 😳
In Dover angekommen, stand für die große Pappnase die größte Herausforderung der Reise bevor: zum ersten Mal links fahren. Erstaunlicherweise sind wir mit nur einem Strafzettel wieder im Pappnasen-Hauptquartier in Deutschland angekommen – für den Fahrstil der großen Pappnase eine beachtliche Leistung! 😋
London ist eine großartige Stadt. Das Kind hat sich in der Carnaby Street ausgetobt und eine Straße weiter haben wir uns in einen urigen Pub verliebt – dem „The Clachan“. Bemerkenswert – freundlich ausgedrückt – war unser Hotel, das „Euro Hotel Hammersmith“. 😅
Bevor wir die Insel wieder verlassen, haben wir im McDonald’s in Dover noch etwas gegessen und schon starten wir nach nur einer Nacht die stürmische Überfahrt über den Ärmelkanal.
The Mall
Straße zum Buckingham Palace
St. James's Park
U-Bahn Haltestelle
The Clachan
Sehr schöner, atmosphärischer Pub
The Blue Door
... aus "Notting Hill"
The Banker
Cooler Pub an der Themse
Kensington Gardens
Hubschrauber
McDonald's
Dover
Ägypten [/ende]
Nächstes mal: Kairo/Pyramiden
Am letzten Tag war noch ein bisschen Sonne genießen angesagt, bevor es am späten Nachmittag wieder nach Hause ging.
Unser Résumé: Ein wunderschön gelegenes Hotel mit fürchterlichem Essen, welches von einer unfähigen Leitung Richtung Abgrund geführt wird. Spaß hatten wir trotzdem und El Gouna ist ja sehr schön. Auch wenn es zu unserer Überraschung zum Jahreswechsel kein Feuerwerk gab, war es um Längen besser, als Silvester in heimischer Tristesse und Kälte zu verbringen.
Ein Proleten-Tagestrip mit Never-Come-Back-Airlines
... nach Luxor und ins Tal der Könige und Königinnen
Die ägyptische Pharaonen-Luft muß uns zu Kopf gestiegen sein, anders lässt sich dieser tolle, aber dekadente Kurz-Trip nicht erklären. 😅
Los geht es schon um – für die hübscheste Pappnase – unchristlichen 6:00 Uhr. Perfekt, um noch ein Foto vom Sonnenaufgang von der Terrasse unseres im ersten Stock gelegenen Hotelzimmers zu machen und schon stehen wir wieder auf dem Rollfeld des Flughafens Hurghada und besteigen eine kleine Propellermaschine mit Richtung Luxor.
40 Minuten später: In Luxor werden wir schon auf dem Rollfeld von einer schwarzen Limousine mit Chauffeur und Führer (auf Führer steht der Deutsche ja 😁) abgeholt. Es ist uns schon ein wenig peinlich, dass wir an den Reisegruppen, die zu ihren Reisebussen laufen dekadent vorbei kutschiert werden, wie knapp 2100 Jahre zuvor Cleopatra und Cäsar.
Der Vorteil solch einer Extra-Wurst ist allerdings auch, dass man immer als Erstes an den Sehenswürdigkeiten ist. So sind wir noch vor der großen Touristen-Flut am Tempel von Luxor.
Beim Essen macht der Ägypter scheinbar keinen Unterschied zwischen Snobs und Pöbel. So finden wir uns zur Mittagszeit in einem der typischen Touri-Abzock-Restaurants wieder. 😄
Nach dem Essen geht die ausschweifende Sightseeing-Tour aber gleich weiter. Unserem Restaurant gegenüber liegen die kleinen Boote, um den Nil zu überqueren und die Fahrt zum Tal der Könige fortzusetzen. Unser Chauffeur hat das Auto während wir im Touri-Abzock-Restaurant waren, schon mal auf die andere Nil-Seite gefahren. Die kleinen Boote liegen alle dicht an dicht beieinander, so dass man praktisch durch die Boote låuft, bis man an seinem Boot angelangt.Wir werden also durch die mit Nicht-Snob-Touristen belegten Boote geführt, um uns schlussendlich auf einem eigenen, für uns exklusiven Boot wiederzufinden. Oh man, die Blicke der Pöbel-Touris… 😅
Das Tal der Könige war spannend, wir haben uns aber mehr drunter vorgestellt. Weiter ging es ins Tal der Königinnen. Man beachte die Reihenfolge. Hier gilt noch „Mens first“ – harrr harrr. Beim Foto-Shooting an der Absperrung eines Grabes versetzen wir unseren Führer, wie man am verwackelten Foto unschwer erkennt, einen Schock, als sich die große Pappnase lässig an die Holz-Absperrung lehnen will und diese unvermittelt nachgibt. 😅
Der Tag neigt sich ohnehin dem Ende zu und unser Führer ist wahrscheinlich heilfroh, damit wir nicht noch mehr der wertvollen Artefakte in Schutt und Asche legen können. Auf dem Weg zum Flughafen holen wir noch schnell zwei Amulette mit unseren Namen ab, die wir vorbestellt hatten. Später erzählten uns ein Bus-Touri-Pärchen, dass sie auf dem Weg zum Flughafen nochmal in eine aufdringliche und nervige Touristen-Abzock-Restaurant-Falle geführt wurden – DIE ist uns zum Glück erspart geblieben. Vermutlich hat unser Führer an unseren Armbändern schon genug verdient. 😂
Okay, wenn man schon am Rand der Wüste ist, muß man sie auch erkunden. Man kann das mit einem Kamel oder Pferd machen, zu Fuß oder mit einem Buggy.
NATÜRLICH entscheiden wir und für den Buggy. Wie man an den Bildern sehen kann haben wir einen riesen Spaß. Und das abschließende Beduinen-Abendessen ist – nachdem wir keinen Sand mehr zwischen den Zähnen haben – leckerer als das Essen im Hotel. 😆
Ähh… Gypten?!
Oder genauer: Die Lagunen-Oase El Gouna
Wir haben über den Jahreswechsel 2018/2019 sturmfrei, was liegt also näher, als die Koffer zu packen? Am 29. Dezember 2018 um 8:50 Uhr heben wir als in Köln/Bonn ab und knapp 4 Stunden später landeten wir schon in Hurghada.
Knapp 25km nördlich von Hurghada liegt unser eigentliches Ziel – die malerische Lagunenoase El Gouna. Bevor wir unser Hotel, das Sheraton Miramar Resort erreichen konnten, galt es noch den Security-Bereich, den El Gouna umgibt zu entern.Die Hotelanlage liegt auf vielen Inseln und wird von Wasserkanälen durchzogen, die wiederum von einer tollen Parkanlage umgeben ist. Die Temperaturen, die Sonne, das tolle Hotel… Bis jetzt passt alles und wir sind glücklich. 😊
Sheraton Miramar Resort el Gouna
Hotel in El Gouna
Goodbye New York City!
Müssen wir wirklich wieder nach Hause? 🥺
Unser letzter Tag in der tollsten Stadt der Welt begrüsst uns mit einem schönen Sonnenaufgang. Bestes Oktober-Geburtstagswetter. Unser Flug geht erst gegen 19:00 Uhr, also haben wir noch Zeit, die zweitwichtigste Mission unseres Trips zu erfüllen: Ein Liebesschloss an die Brooklyn Bridge hängen.
Auch wenn es die Stadt New York aus guten Gründen nicht so gerne sieht, haben wir uns vor unserer Abreise auf letzter Rille noch ein Schloss gravieren lassen. Romantic first! 😋
Mit schweren Herzen packen wir unsere Koffer, immer wieder unterbrochen von sehnsuchtsvollen Blicken hinaus auf die Stadt. Wir verewigen uns noch schnell auf der Rückseite des über unseren Betten hängenden Bildes und kurz darauf ziehen wir schon die Tür unseres Hotelzimmers ins Schloss.
Unser erstes Ziel gilt dem nahegelegenen „One World Trade Center“, das mit 541 Metern Höhe höchste Gebäude der USA und der westlichen Hemisphäre. Wir haben uns schon gedacht, dass die Aussichtsplattform eine Show ist, aber die Fahrt mit dem Aufzug ist schon ein Hit! Knaller. Die Amis spinnen… 😅👍
Wir bleiben knapp eine Stunde auf der Aussichtsplattform, bevor wir uns auf den Weg zur Brooklyn Bridge machen.
Juliana’s – die mindestens beste Pizzeria der Welt
Unser Weg führt uns quer durch die Wall Street/den Financial District zum Pier 11, von wo aus wir mit der Fähre zur Anlegerstelle „Dumbo“, einem hippen Stadtteil von Brooklyn fahren. Die kleinste und die längste Pappnase stellen für eine österreichische Bekannte ein Foto nach, die mit ihrem Vater vor vielen Jahren an der gleichen Stelle ein Foto gemacht hat. Vorbei am aus vielen Filmen bekannten Jane’s Carousel, schlendern wir durch die Gassen vom Dumbo, bis wir auf eine Pizzeria stossen, die irgendwie zu flüstern schien: „Kommt herein, kommt herein!“. Was will man da machen…? 😋
Wir gaben also nach, bestellten uns eine Pizza und… Uns. Zog. Es. Die. Schuhe. Aus! Verdammte Axt, was für eine Pizza! 😃😍🤩🥳 (Man erkennt an den Emojis hoffentlich unsere Begeisterung?)
Wir hätten es uns ja eigentlich schon denken können, denn an einer Wand hingen zwei handbemalte Servietten von einem offensichtlich begeisterten Kunden und draußen vor der Tür bildet sich eine Schlange wartender Gäste – wir haben wohl auch ein gutes Timing.
New York macht es uns eh schon sehr sehr schwer, wieder nach Hause zu fahren, aber musste DAS jetzt auch noch sein? Wer will denn schon weg, wenn er gerade die (mindestens!) beste Pizzeria der Welt entdeckt hat? Beim Verlassen der Pizzeria sehen wir, wie der Manager oder Besitzer kleine Pizza-Ecken an die geduldig draußen wartenden Kunden verteilt – Business können die Amis halt.
Liebesschloss an der Brooklyn Bridge
Wir machen uns auf den Weg zur nahegelegenen Brooklyn Bridge. Genau genommen liegt das Juliana’s quasi unter der Brooklyn Bridge. Nach ein paar Minuten und ebenso vielen Fotos kommt der romantische Teil unseres Trips: Das höchst verbotene, illegale und brandgefährliche Anbringen unseres Liebesschlosses. Ein Foto als Erinnerung, eine Gedenkminute und schon flüchten wir vom Ort des Verbrechens in Richung Manhattan.
An der Frankfort/Gold Street verlassen wir die Brooklyn Bridge und gehen zum Pier 17, um den Schlüssel unseres Liebesschlosses im East River zu versenken.
Über die schöne, historische Fulton Street machen wir uns auf den Weg zurück zum Hotel, um unsere Koffer abzuholen.
Zum Glück liegt die U-Bahn-Station „Path“ direkt im direkt gegenüberliegenden „OCULUS“, damit wir nicht viel Zeit haben, uns eine Ausrede einfallen zu lassen, um NICHT von New York weggehen zu müssen. 😅
So einfach sich die Fahrt vom Airport Newark nach Manhattan gestaltete, so schwierig ist es, die richtige Verbindung zurück zu finden. Oooooder: New York will uns was sagen…?! Wie auch immer, wir stehen ziemlich ratlos in der Newark Penn Station und suchen den Zug, der uns zum Flughafen bingen soll. Zu allem Übel drängt mittlerweile die Zeit etwas, also gehen wir zu einer Dame in einem Schalter und fragen sie, ob sie uns weiterhelfen kann.
Und jetzt der Hammer – sie erklärt uns den Weg nicht einfach, sie kommt aus ihrem Schalter heraus und führt uns persönlich quer durch den riesigen Bahnhof bis auf das Gleis, direkt zum schon wartenden SkyTrain. 😳😍 Während sich die Türen des Zugs schliessen, winken wir ihr zu, sie winkt zurück. Unglaublich.
Um ca. 19:00 Uhr hebt unser Flugzeug in Newark ab. Und mit ihm drei Pappnasen, die sich tödlichst in New York, die unfassbar geilste Stadt des Universums verliebt haben. Wir haben uns die Füße platt gelaufen, haben nicht viel geschlafen und die große Pappnase wird sich den Ärger des Vaters der kleinsten Pappnase zuziehen, aber diesen Trip würden wir für kein Geld der Welt missen wollen.
Juliana’s Pizza
Beste Pizza aller Zeiten ♥️