Gegen Mittag gehen wir zum nahegelegenen Nationalmuseum von Katar. Zu Fuß. In DER Hitze! Jip. Wir erwähnen das extra, weil wir von den Einheimischen schon mehrfach verwundert angesprochen wurden, ob wir nicht lieber ein klimatisiertes Taxi nehmen wollen, oder wenn nicht, dann nicht besser erst später auf Sightseeing-Tour gehen möchten. Irgendwie süß, wie man sich hier um uns Gringos sorgt. 😅 Na gut, sie wissen ja auch nicht, wie hitzerprobt und vermutlich überdurchschnittlich resistent wir sind. Wie auch immer, wir latschen die gesamten ca. 1000 Meter bis zum Museum. Alleine. OHNE Taxi. Krass. 😄
Nationalmuseum von Katar
Das Museum haut uns um. Architektonisch ist das Gebäude ein Knaller und auch wenn ein Teil der Ausstellung gerade erneuert wird und wir deshalb nur einen Teil sehen können (dafür aber auch nur die Hälfte zahlen müssen), ist auch der Rest schon dermaßen beeindruckend, dass wir das Museum als „Must see“ labeln würden. Die multimedialen, supermodernen Ausstellungen über die Geschichte Qatars haben uns wirklich begeistert. Man denkt ja zum Beispiel oft, dass diese Gegend erst durch Erdöl zu Reichtum gekommen ist und das mag auch stimmen, aber schon vorher wurde in der Gegend durch den Perlenhandel ein gewisser Wohlstand erreicht.
Die imposante Erscheinung des Museums soll übrigens an eine Wüstenrose erinnern. Wir hatten bisher keine Ahnung, wie eine Wüstenrose aussieht, aber auch das hat unser Besuch im Museum geändert. 😄
Die bunten Häuser im Mina District
Im Anschluss geht’s zum Mina District, dem bunten Teil des alten Hafens von Doha. Auch diese Gegend ist einen Besuch wert, finden wir. Uns hat es zumindest gut gefallen. Die Graffitis sind es schon alleine wert zu sehen.
Souq Waqif
Bei Sonnenuntergang lassen wir uns von einem Taxi zum Souq Waqif fahren. Der Fahrer erzählt uns, dass er aus Ghana kommt und irgendwann wieder zurückkehren will, um eine Geflügel-Farm zu eröffnen. Wir geben ihm ein ordentliches Trinkgeld, damit seine Träume schneller wahr werden. 😊
Den Souq sollte man auch gesehen haben. Wir haben für umgerechnet 10€ einen sehr schönen Kaschmirschal gekauft. Wir entdecken ein kleines Restaurant mit einem wunderschönen, langen Durchgang, an dessen Ende sich ein überdachter Innenhof mit Tischen und Stühlen befindet. Blöderweise haben wir uns den Namen nicht gemerkt, aber es dürfte sich dabei um das Parisa Souq Waqif handeln, einem sehr schönen, persischen Restaurant. Leider haben wir es nicht mehr geschafft, im Restaurant essen zu gehen. Holen wir bei unserem nächsten Besuch in Doha nach.