Ein Proleten-Tagestrip mit Never-Come-Back-Airlines
... nach Luxor und ins Tal der Könige und Königinnen
Die ägyptische Pharaonen-Luft muß uns zu Kopf gestiegen sein, anders lässt sich dieser tolle, aber dekadente Kurz-Trip nicht erklären. 😅
Los geht es schon um – für die hübscheste Pappnase – unchristlichen 6:00 Uhr. Perfekt, um noch ein Foto vom Sonnenaufgang von der Terrasse unseres im ersten Stock gelegenen Hotelzimmers zu machen und schon stehen wir wieder auf dem Rollfeld des Flughafens Hurghada und besteigen eine kleine Propellermaschine mit Richtung Luxor.
40 Minuten später: In Luxor werden wir schon auf dem Rollfeld von einer schwarzen Limousine mit Chauffeur und Führer (auf Führer steht der Deutsche ja 😁) abgeholt. Es ist uns schon ein wenig peinlich, dass wir an den Reisegruppen, die zu ihren Reisebussen laufen dekadent vorbei kutschiert werden, wie knapp 2100 Jahre zuvor Cleopatra und Cäsar.
Der Vorteil solch einer Extra-Wurst ist allerdings auch, dass man immer als Erstes an den Sehenswürdigkeiten ist. So sind wir noch vor der großen Touristen-Flut am Tempel von Luxor.
Beim Essen macht der Ägypter scheinbar keinen Unterschied zwischen Snobs und Pöbel. So finden wir uns zur Mittagszeit in einem der typischen Touri-Abzock-Restaurants wieder. 😄
Nach dem Essen geht die ausschweifende Sightseeing-Tour aber gleich weiter. Unserem Restaurant gegenüber liegen die kleinen Boote, um den Nil zu überqueren und die Fahrt zum Tal der Könige fortzusetzen. Unser Chauffeur hat das Auto während wir im Touri-Abzock-Restaurant waren, schon mal auf die andere Nil-Seite gefahren. Die kleinen Boote liegen alle dicht an dicht beieinander, so dass man praktisch durch die Boote låuft, bis man an seinem Boot angelangt.Wir werden also durch die mit Nicht-Snob-Touristen belegten Boote geführt, um uns schlussendlich auf einem eigenen, für uns exklusiven Boot wiederzufinden. Oh man, die Blicke der Pöbel-Touris… 😅
Das Tal der Könige war spannend, wir haben uns aber mehr drunter vorgestellt. Weiter ging es ins Tal der Königinnen. Man beachte die Reihenfolge. Hier gilt noch „Mens first“ – harrr harrr. Beim Foto-Shooting an der Absperrung eines Grabes versetzen wir unseren Führer, wie man am verwackelten Foto unschwer erkennt, einen Schock, als sich die große Pappnase lässig an die Holz-Absperrung lehnen will und diese unvermittelt nachgibt. 😅
Der Tag neigt sich ohnehin dem Ende zu und unser Führer ist wahrscheinlich heilfroh, damit wir nicht noch mehr der wertvollen Artefakte in Schutt und Asche legen können. Auf dem Weg zum Flughafen holen wir noch schnell zwei Amulette mit unseren Namen ab, die wir vorbestellt hatten. Später erzählten uns ein Bus-Touri-Pärchen, dass sie auf dem Weg zum Flughafen nochmal in eine aufdringliche und nervige Touristen-Abzock-Restaurant-Falle geführt wurden – DIE ist uns zum Glück erspart geblieben. Vermutlich hat unser Führer an unseren Armbändern schon genug verdient. 😂