++ ACHTUNG ++ Wer noch immer leidenschaftlich gerne ARD und ZDF schaut, sollte diesen Post besser auslassen!
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Endlich wieder in Deutschland!
Vorsicht, Ironie
Frankfurt Airport, 8. Dezember 2025, 12:00 Uhr
Hurra, wir sind wieder in Deutschland gelandet. Selbst ohne zu wissen, dass wir im Anflug auf Europa/Deutschland sind, hätte das Schwurblerauge Kennerauge sofort erkannt: das muss Europa/Deutschland sein!
Wir tauchen nicht nur in eine graue Wolkendecke ab, wie es sie (fast) überall mal geben kann – nein, das, in das wir abtauchen ist ein gigantischer, monolithischer, grauer Block aus was auch immer. Es ist wie eine Zeitreise zurück in den Dezember 2024, als wir wochenlang ein sehr ähnliches Bild hatten. Man schaut nach oben und dort, wo man einen blauen Himmel mit meinetwegen mal mehr, mal weniger Wölkchen erwartet, sieht man nichts als grau – und zwar wochenlang. Ist das noch normal? Kennt der Boomer das so aus seiner Kindheit?
Den Grund für diese Pracht haben wir schon im Anflug gesehen und sogar gefilmt. Flugzeuge, die im Schachbretmuster-Flug „Kondensstreifen“ hinter sich herziehen. Kilometelang. Und sich nicht wieder auflösend, wie man das von echten Kondensstreifen kennt. Nein, diese „Kondensstreifen“ bleiben. Und sie ziehen sich in die Breite, bis der Himmel bedeckt ist von diesem monolithischen, grauen Block.
Als durchgeimpfter Dauer-Insasse dieses Shitholes Landes mag einem das irgendwann nicht mehr auffallen – „ist halt so“, aber als ein auch nur einigermaßen klar denkender Mensch spürt man, da stimmt was nicht! Und wir WISSEN, dass da was nicht ganz normal ist. Wir sind in den letzten Jahren soviel gereist, haben soviele Länder und Klimazonen besucht und soviele Himmel gesehen, dass wir mit absoluter Sicherheit sagen können: was hier abgeht, ist nicht normal.
Premium-Faschismus an Bord!
Springen wir aber zunächst mal zurück zum Beginn unserer Rückreise: Playa del Carmen, der 7. Dezember 2025. Bevor wir unser kleines Häuschen in PDC verlassen, hinterlassen wir erstmal eine Widmung und einen Pappnasen Sticker auf der Rückseite eines Bildes. Die Koffer ins Auto gepackt und schon sind wir schwermütig auf den Weg zur Hotelmeile in Cancun. Die große Pappnase will noch ein paar Fotos mit Drohnie machen. Auf dem Weg zum Flughafen entdecken wir das urig gelegene Restaurant Mangroove Sunset Grill Cancún. Das Essen ist super, die Atmosphäre klasse und die Aussicht ein Traum – wir werden wiederkommen!
Wir fliegen mit einem der neuen Airbus A 330neo der CONDOR. Zugegeben, die Maschine macht von innen was her. Sehr schick. Wir fliegen wieder Premium und zumindest hier ist mehr als ausreichend Platz. Fußstützen, riesige Monitore, (kostenpflichtiges) WLAN, nette kleine Geschenke – alles was man sich wünschen kann. Die Ernüchterung folgt aber schon kurze Zeit später, bei der ersten von drei unglaublichen Durchsagen aus dem Cockpit. Zum Glück haben wir wenigstens die letzte Durchsage aufgenommen. Der Pilot „begrüßt“ uns in einem Ton, als wäre er im Jahr 2020 steckengeblieben, als jedes Würstchen meinte, er könnte sein Gegenüber Massregeln.
Zunächst begrüßt er uns herzlich an Bord der neuen Maschine, um im selben Atemzug in den faschistisch angehauchten, pseudo-freundlich gut gemeinten Ton aus der Zeit der großen Corona-Blödemie zu verfallen. Er rät uns – aus Gründen der Sicherheit natürlich – den gesamten Flug über SICHTBAR angeschnallt zu bleiben und nicht zu rauchen – auch nicht auf den Toiletten. Dann hätten wir auch keine Probleme. Es gäbe ja nur diese zwei einfachen Regeln.
Auch scheinen die Flugbegleiterinnen gafallen an ihrer vermeintlichen Macht über die Passagiere gefunden zu haben, denn nachdem die Passagiere zügig mit Speisen versorgt waren, hat man das brave Passagiervolk wie ein paar Babies in den Schlaf geschickt. Und das größtenteils deutsche Passagierschaf lässt sich diese Entmündigung natürlich gefallen. Bis auf die große Pappnase, der zuerst einer normalen Flugbegleiterin freundlich aber bestimmt erklärte, dass er jetzt NICHT die Fenster verdunkelt und sich wie ein Kind zu Bett schicken lässt, weil er a) noch nicht müde ist und b) für einen Fensterplatz bezahlt hat und die Aussicht genießen möchte. Kurze Zeit später kommt die Chef-Flugbegleiterin und meinte, sie könne die große Pappnase mit einem Anflug von Autorität beeinflussen – süß. 😄
Allerdings muss man zugeben, dass der neue Flieger extremst leise ist, die Flugzeit mit 9 Stunden extrem kurz und die Landung butterweich war – es gibt also auch durchaus Gutes anzumerken.
Blitz! – wir haben eine neue Tradition!
Wir haben es die letzten drei Mal nicht geschafft, ungeblitzt zum oder weg vom Flughafen Frankfurt zu fahren. Glücklicherweise trifft es diesmal wenigstens auch mal die hübsche Pappnase, damit die große Pappnase nicht ganz so doof dasteht. 😅 Ich bin mal gespannt, wer sich für die nächste Fahrt nach Frankfurt freiwillig opfert. 😋
Der letzte Abend in Mächiggo
Wir möchten diesen Post aber mit etwas mehr oder weniger Schönem schließen – unserem letzten Abend in Mächiggo (<- Grüße an Ricard 😄). An sich ist der letzte Abend in einem Land wo wir uns so wohl fühlen, natürlich nicht schön, aber wenn man ihn an einem der schönsten Fleckchen auf der Welt verbringt, schafft man es wenigstens, den fiesen Gedanken des Abschied nehmens zu verdrängen. 😅
Das Restaurant Casa Maria Mexican Grill entdecken wir schon 2021, bei unserem ersten Besuch in Mexiko. Damals war auch noch die kleine Pappnase mit uns op Jöck. Wir haben uns in diesen Ort sofort verliebt. Tolle Atmosphäre, tolles Essen, nette Menschen und eine unfassbar schöne Location.
Memo: Man muss mittlerweile eine Reservierung für das Restaurant vorweisen, um die im Naturpark Jaguar gelegene Casa Maria besuchen zu können. Die Reservierung ist aber online auf der Webseite der Casa Maria Mexican Grill schnell gemacht
Im Anschluss fahren wir noch zum Weihnachtsmarkt auf der Town Hall Plaza in PDC. Dieser Weihnachtsmarkt kommt gänzlich ohne Merkel-Poller aus und man muss auch keine Angst vor irren, Machete schwingenden Neu-Deutschen zu haben. Einfach nur frohe, entspannte – wenn auch andere – Weihnachtsstimmung. Es ist schon komisch, wenn man in leichter Sommerkleidung bei dreißig Grad über einen Weihnachtsmarkt schlendert, aber so RICHTIG KOMISCH wird es, wenn man dabei zusieht, wie eine Schlittschuhbahn aufgebaut wird. Jow, richtig gelesen! Eine Schlittschuhbahn. Wir würden es auch nicht glauben, hätten wir es nicht gesehen und gefilmt. 😅 Aber hey! Die Mexikaner haben scheinbar noch ausreichend Strom für sowas. Das kann ja nicht mehr jedes Land von sich behaupten. Fuck, jetzt haben wir den Post doch nicht positiv beendet. 😂