Ernest Hemingway
... und sein Haus bei Havanna
Es heißt, dass Hemingways Enkelin Mariel vor einigen Jahren während einer Reise nach Havanna sagte: “Kuba hat drei Ikonen – Fidel, Che und meinen Großvater”.
Wir denken, damit hat Mariel recht. Er hat Spuren hinterlassen. Hemingway ist allgegenwärtig. Nicht umsonst nennen die Kubaner ihn liebevoll „Papa Hemingway“.
Vermutlich liegt es daran, dass Hemingway sehr leidenschaftlich in allem war, was er tat – auch in seiner Liebe zu Kuba und den Kubanern.
Hemingway war ein Typ. Ein Charakter. Jemand, den man nicht vergisst, wenn man sich mit ihm auseinandersetzt. Wir mögen solche Typen, deshalb ist es logisch, dass wir bei unserem Kuba Trip auch Hemingways Spuren folgen und zum Beispiel sein Buch „Der alte Mann und das Meer“ lesen oder die „Finca Vigia“, sein Haus mit Blick auf Havanna besuchen.
(Daß die kleinste, hübscheste und frechste Pappnase die größte und älteste Pappnase mehrfach damit aufzog, dass sie es sehr passend findet, wenn besonders einer der Pappnasen das Buch auf Kuba liest, möchte ich hier zu einer späteren, eventuellen Entlastung vor Gericht als Beweisstück (A) festhalten 😋)
Hemingways kubanisches Haus hat Charme. Schon die Zufahrt auf dem Grundstück hat was. Das Haus selber kann nur von außen, durch die Fenster und Türen besichtigt werden, was aber auch vollkommen ausreichend ist. Angeblich soll alles so unberührt sein, wie zu dem Zeitpunkt, als er und Mary am 25. Juli 1960 das Haus für immer verließ. Seine Rückkehr wurde durch die Schweinebucht-Invasion im April 1961 unmöglich gemacht. Am 2. Juli 1961 erschoss sich Hemingway.
Der größten Pappnase hat besonders gefallen, dass Hemingway seine Frau Mary, die ebenfalls Autorin war, in ein Turmzimmer der Finca Vigia verbannte, wenn er schrieb. 😋
Allerdings hatte Mary wohl keine Probleme damit, denn sie schrieb einmal: „I wanted him to be the Master, to be stronger and cleverer than I; to remember constantly how big he was and how small I was“.
Eine gute Frau. 😁
Hemingway litt unter Depressionen und übermäßigem Alkoholkonsum. Im Badezimmer seines Hauses wurden 2007 von Restauratoren Kritzeleien entdeckt, die er wohl im Zeitraum von 1942 bis 1953 an die Wände schrieb. Er notierte sich dort unter anderem sein Gewicht und seinen Gesundheitszustand.
Sein geliebtes Boot, die „Pilar“ lag im Hafen von Cojimar und seine Witwe schenkte das Boot nach Hemingways Tod Gregorio Fuentes, der sich um die Pilar kümmerte und auch ihr Kapitän war. Heute befindet sich die Pilar auf dem Grundstück seines Hauses in Havanna.
Fun Fact: Der Pool der Finca war seinerzeit natürlich der Größte und Tiefste von Kuba. 😅