Zwei Pappnasen beim Phantom der Oper – Wien 2024
Kurztrip vom 8. - 11. Mai 2024
Mittwoch, der 8. Mai 2024, 13:30 Uhr. Die große Pappnase wartet sehnsüchtig vor der Kita der hübschen Pappnase, um a) einen Kurztrip nach Wien zu machen, b) endlich mal wieder Deutschland zu verlassen und c) das Musical „Phantom der Oper“ anzuschauen.
Der Verkehr läuft trotz Brückentag überraschenderweise ziemlich gut und so erreichen wir um 21:30 Uhr unseren Zwischenstopp, die „Pension Eva“ in der Nähe von Passau, einen Steinwurf von der österreichischen Grenze entfernt. Schnell die Taschen aufs Zimmer und weiter geht es ins einzige Wirtshaus im Dorf. Wir essen und trinken kurz und unterhalten uns lange mit dem Wirt, einem Querdenker, der uns ein paar Geschichten von seinem einjährigen Aufenthalt in Kanada und den USA erzählt – ein guter Typ.
Donnerstag, der 9. Mai 2024: Wien, wir kommen!
Am nächsten Morgen kommen wir beim Frühstück mit unseren Gastgebern in der Pension ins Gespräch. Alle beide sind auch Querdenker – sehr geil, cooler Ort, da ist wohl was im Wasser…
Später als erwartet starten wir also Richtung Wien. Wir nehmen die B137 nach Wels und machen noch schnell ein Foto vom Ortsschild in „Oberfucking“. 😄 Leider machen wir kein Foto vom schönsten Zwiebel-Kirchturm aller Zeiten, der in einem Dorf direkt an der B137 steht. Die Temperaturen steigen, je näher wir Wien kommen. Also öffnen wir das Verdeck und fahren die letzten ca. 100km über Landstraße nach Wien.
In Wien gilt unser erstes Ziel unserer via AirBnB gebuchten Wohnung in der Klanggasse. Apropopopos „Wohnung“: Eigentlich ist der Eigentümer ein „Illias“, der aber mit „Vlad & Vera“ unterschreibt und sich eigentlich als eine „Vladyslava“ identifiziert. Na gut, solche verwirrten Geister sind heute ja normal. 😋 Nicht normal sollte sein, dass wir mit „Vladyslava“, von Anfang an Probleme haben. Es fing schon bei der Buchung mit der Parkgarage an… Es war wohl ein Zeichen, denn Wien steht für uns unter keinem allzu guten Stern, aber das ist uns zu dem Zeitpunkt noch nicht bewusst.
Nachdem wir herausgefunden haben, wie wir in die Wohnung kommen – denn natürlich ist auch diese Beschreibung nicht korrekt – fahren wir in den nahegelegenen Prater und essen im Biergarten des berühmten „Schweizerhaus“ ein paar Würstchen mit Sauerkraut bzw. mit Fritten, bevor wir über den Prater schlendern. Bevor wir dann Abends durch die Wiener Altstadt schlendern, nehmen wir bei schönstem Wetter auf der Terrasse vom „Motto am Fluß“ noch ein paar Drinks.
Am nächsten Morgen frühstücken wir im „Orient Occident“ am Naschmarkt. Nachdem die große Pappnase in Istanbul kein Menemen essen konnte, holen wir das halt in Wien nach – ist ja auch logisch. Bevor wir am Abend ins Musical gehen, fahren wir zum Neusiedler See, wo die hübsche Pappnase das „Fritz“ – ein wunderschön gelegenes Restaurant-Bootshaus mit eigenem Hafen entdeckt, wo wir den Nachmittag ausgiebig genießen.
Freitag, der 10. Mai 2024, 19:30 Uhr: DAS PHANTOM DER OPER
Wenn man von der Büßer-Bestuhlung absieht, gegen die die Bestuhlung in der Holzklasse einer modernen Airline geradezu luxuriös viel Platz bietet, ist die Musical-Inszenierung fantastisch. Wir haben das Glück, die Erstbesetzung singen zu hören und das Bühnenbild ist ein Wunderwerk der Bühnenbau-Technik – zumindest was das Design betrifft, denn nach der Pause, am Ende vom Lied „Maskenball“ wird die Vorstellung wegen einer Panne kurz unterbrochen. Vermutlich hat „Petruschka“, unsere Wohnungs-Vermieterin, die nicht weiß, dass sie eigentlich „Illias“ ist, der mit „Vlad & Vera“ unterschreibt und sich eigentlich als eine „Vladyslava“ identifiziert, ihre Finger im Spiel. 😅
Nach dem Musical treffen wir in einem nahegelegenen Restaurant am Nachbartisch ein Pärchen aus der Eifel, mit denen wir noch bis 1 Uhr Nachts quatschen. Dass wir uns im Parkhaus den Arsch nach einem Ticket-Automaten absuchen, sei nur am Rande erwähnt – vermutlich ist Jekaterina, unser*e Vermieter*in fürs Parkhaus verantwortlich.
Samstag, der 11. Mai 2024 – die Pannen nehmen kein Ende
Der Tag startet klasse. Wir haben zwar jetzt heisses Wasser, aber noch immer kein vernünftiges Internet in unserer Wohnung, aber egal, die Sonne scheint und das ist das Wichtigste!
Weil uns das Frühstück am Naschmarkt so gut geschmeckt hat und uns die Atmosphäre dort so gut gefällt, entscheiden wir uns, wieder dorthin zu fahren. Am Tisch besucht uns ein Zeitungsverkäufer mit breitem Wiener Dialekt, dem wir eine Euromünze geben. Eigentlich. Denn das Kerlchen schaut auf die Münze und fragt uns, was er mit einem Euro soll, denn dafür bekommt man ja heute nix mehr. 😳
Okay, da hat das Wiener Würstchen zu hoch gepokert, denn wir lassen uns den Euronen natürlich sofort wieder zurückgeben. Unfassbar…
Am Auto angekommen entdecken wir am Scheibenwischer ein „Tickerl“ mit einem Vermerk, dass das Auto abgeschleppt werden soll. Wir haben wohl in einer Ladezone geparkt. Na gut, passt ins Bild. 😅 Ist aber kein großes Problem, wir wollten ohnehin nach Bratislava fahren, also entfernen wir erst das „Tickerl“ von der Frontscheibe, dann das Dach vom Auto und dann uns mitsamt Auto vom Parkplatz.
Dummerweise scheint beim Aufklappen des Daches, der Hebemechanismus der Fensterscheibe auf der Beifahrerseite kaputt gegangen zu sein, denn das Fenster lässt sich nicht mehr schließen. Ob Ljudmila…? 😳😋
Also rufen wir eine Werkstatt an und wollen den Mechanismus reparieren lassen.
Samstag, der 11. Mai 2024: Wien – Abbruch
Wir entschließen uns den Tripp abzubrechen, unsere Klamotten in Jewgenijas Wohnung zu holen – und solange es noch trocken und warm ist – nach Hause zu kommen. Zum Glück ist es gerade erst Mittag, so dass wir gegen 22:00 Uhr zuhause sein könnten. Während eines Tankstopps wollen wir das Verdeck schließen, da es die nächsten knapp 900km nur noch über die Autobahn geht. Allerdings hat sich das Schicksal noch ein weiteres Schmankerl für uns ausgedacht: Das Verdeck lässt sich wegen der defekten Seitenscheibe nicht schließen! 😩 Na gut, wer braucht schon ein Verdeck, solange die Sonne scheint?
Kurz vor der deutschen Grenze wollen wir nochmal günstigen, österreichischen Sprit tanken und fahren wieder über die B137 Richtung Schärding.
Dummerweise fahren wir ein klitzekleines bisschen zu schnell. Genau genommen 26 Km/h zu schnell. Das fällt zwei österreichischen Wegelagerern mit ihrer Laserpistole natürlich auf und sie entschließen sich dazu, uns herauszuwinken. Zuerst wollten wir fragen, ob sie Swetlana kennen…
Der eine Wegelagerer war aber sehr freundlich und hat uns anstatt der eigentlich fälligen 50€ nur 30€ berechnet. Dankeschön, Herr Ober-Wegelagerer! 😊👍
Um 22:15 Uhr waren wir wieder zuhause. Trocken. Müde. Und froh, dass es nicht geregnet hat. 😅
Pension Eva
Pension
Bauer Wirt Mittich
Wirtshaus
Motto am Fluß
Restaurant
Das Schweizerhaus
Restaurant/Biergarten im Prater
Das Fritz
Restaurant, Neusiedler See
Orient Occident
Restaurant, Naschmarkt