Um 11:00 Uhr checken wir im Luxor aus und satteln unser Pony. Jetzt beginnt unser Roadtrip endlich. Unser erstes Ziel gilt natürlich einem Starbucks, damit die hübsche Pappnase ihren „Hallo wach – Kaffee“ bekommt.
Grand Canyon – ungeplant
Wir mögen Traditionen und deshalb wählen wir den Starbucks in Boulder, der praktischerweise auch auf dem Weg zum Grand Canyon liegt. Eigentlich ist der Grand Canyon gar nicht eingeplant gewesen. Unser erstes Ziel sollte der Barringer-Krater bei Flagstaff werden. Allerdings erzählt uns ein älteres Paar im Aufzug vom Luxor ganz begeistert über ihren gestrigen Ausflug zum Grand Canyon und dass dort im Moment Schnee liegen würde und das ja alles so wundervoll wäre und das man das nicht verpasen dürfte – typisch Amerikaner eben. 😄
Also planen wir spontan um und fahren zum Grand Canyon, den wir am späten Nachmittag erreichen.
Und das ältere Paar hatte recht. Verdammt, sieht der Grand Canyon toll aus. Eigentlich sieht der Grand Canyon ja immer toll aus, aber so haben wir ihn noch nie gesehen. Wir sind total ergriffen. Das Licht, der Puderzucker-Schnee (der auf den Fotos leider kaum rüberkommt), ein Traum.
Leider ist es mit Temperaturen um die 2℃ und böigem Wind, trotz Sonne schon ziemlich schattig. 🥶 Egal, die Fotos sagen mehr als tausend Worte.
Glücksgriff – das Americas Best Value Inn, Williams
Auf dem Weg zurück vom Grand Canyon sucht uns die hübscheste Pappnase ein Motel in Williams und wird mit dem Americas Best Value Inn erfolgreich fündig. Ein gutes Motel. Blitzeblank und sauber. Mit einem gemütlichen Bett und toller Heizung, die das Zimmer muckelig warm macht. Sollten wir mal wieder in Williams und Umgebung ein Zimmer brauchen – hallo Americas Best Value Inn!
Williams
Williams ist ein schöner, uriger Ort an der Route 66. Ein Ort, wie man ihn sich an der Route 66 vorstellt. Es gibt Menschen, die das kitschig und unecht finden, weil die Zeiten von damals vorbei sind und es heute nur noch kitschig und künstlich wirkt. Nun gut, wir sehen das anders, wir finden das toll, die Zeiten damals waren toll. Rock’n Roll, Pettycoats, amerikanische Straßenkreuzer, die noch nicht im Windkanal auf Einheitsbrei gestylt wurden und ein Lebensgefühl, dass sich die meisten Menschen heute nicht mehr vorstellen können – leider.