Das Valle de Uco ist eine Weinbauregion südwestlich von Mendoza in Argentinien. Entlang des Tunuyán-Flusses gelegen, gilt das Uco-Tal weithin als eine der besten Weinregionen in Mendoza und ganz Argentinien. Die jährliche Durchschnittstemperatur liegt bei 14 °C und die Höhenlage reicht von 900 bis 1.200 m über dem Meeresspiegel [Wikipedia].
Was wäre ein Besuch in Mendoza ohne mindestens einen Besuch in einer der unzähligen Bodegas? Richtig. Undenkbar.
Die Fahrt ins Uco Valley dauert mit einem Mietwagen je nach Fahrstil 1-1,5 Std., man kann sich aber auch ein Taxi, beziehungsweise einen privaten Chauffeur mieten, der dann an den/der Bodega(s) wartet.
Bodega Salentein
Die Bodega Salentein ist eine sehr moderne, stylische Bodega mit Museum und allem drum und dran. Sehr cool – nur nichts für uns. Wir mögen es gerne uriger, also bewundern wir die sehenswerte Bodega und suchen uns nach einem kleinen Rundgang eine Bodega, die besser zu uns passt. Wir hoffen, die Bodega Piedra Negra ist es und sieht auch schon sehr gut aus, doch spricht der Pförtner ein derart schnelles und nuscheliges Spanisch, dass wir kein Wort verstehen. 😅 Wir glauben, man braucht zwingend eine Reservierung oder der Schuppen hat noch nicht geöffnet – wie auch immer, wir kommen nicht herein.
Auf dem Weg zur Bodega Salentein hat die hübscheste Pappnase im Vorbeifahren eine kleine, urige Bodega gesehen und vorgeschlagen, dorthin zu fahren.
Bodega La Azul
Bääm, Volltreffer! Die Bodega La Azul ist genau unser Ding. Urig, lebendig unter Bäumen und irgendwie „echt“. Wir treffen natürlich* ein deutsches Pärche aus München und kommen ins Gespräch. Wir trinken einen Weißwein und drei verschiedene Desserts – alles sehr sehr köstlich. Wir entschließen uns – hier kommen wir nochmal her, denn leider schließt die Bodega schon um 18 Uhr und wir waren erst um circa 16:30 Uhr dort – viel zu kurz. 😅
Auf dem Parkplatz steht neben uns ein Taxifahrer, der auf seine Gäste wohl so lange gewartet hat, dass sein Auto nicht mehr anspringt. Wir helfen natürlich beim Anschieben. Irgendwie hat der Taxifahrer die Sache mit dem Angeschoben werden nicht so richtig raus und ich weiß auch nicht, wie ich ihm zu verstehen gebe, besser den zweiten, als den ersten Gang zu nehmen, also schlage vor, dass sich die hübscheste Pappnase hinters Steuer klemmt.
Das Ganze also nochmal. Wir schieben, die hübscheste Pappnase lässt die Kupplung kommen – läuft. Große Freude, man bedankt sich herzlich und überschwänglich bei uns. Wir machen uns auf den Weg zurück nach Mendoza, wo wir den Sonnenuntergang auf dem Dach genießen.
*Deutsche triffst du ÜBERALL. 😅