Heute fahren wir mit der Metro/Einschienenbahn ein bisschen spazieren, weil man von oben einen viel besseren Überblick über die Stadt bekommt, als wenn man zu Fuß durch die Stadt bummelt oder gar im Taxi durch die Straßen fährt. Uns verschlägt es nach Klein-Indien und ins China-Town. Dort lernen wir Ricard kennen.
Bahnhof Kuala Lumpur Sentral
Von der dem Hotel nahegelegenen Metro-Station fahren wir einfach ins Blaue und entschließen uns, an der Bahnhof Kuala Lumpur Sentral auszusteigen. Wir landen zunächst in einem großen Einkaufszentrum. Riesig hoch und sehr stylisch. Die kleine Pappnase schlägt vor, mal nach einer günstigen SD Speicherkarte für unsere neue Kamera zu schauen. Machen wir und werden fündig. Vor der Mall nehmen wir uns ein Taxi und lassen uns ins nicht weit entfernte China-Viertel fahren.
Sin Sze Si Ya Temple
Wir schauen uns als erstes den Sin Sze Si Ya Temple an, einem in einem Hinterhof gelegenen, atmosphärischen, kleinen, chinesischem Tempel, von dem aus auch gleich mal diese chinesischen Räucherstäbchen verpackt und in alle Welt geschickt werden. Seltsame Kombi, ist aber so. 😅
Ricard und das Standgebläse
Unweit des China-Räucherstäbchen-Versand-Tempels entdecken wir den Central Market und seine daneben liegende Straße mit den bunten Häuschen. Uns zieht es irgendwie zuerst in die alte Markthalle. Schicksal? Denn auf dem ersten Blick gefällt uns die historische Markthalle nicht einmal sehr. Man hat ihr mit zuvielen modernen Geschäften irgendwie die Atmosphäre genommen, die sie zweifellos mal hatte. Wir geben der Markthalle trotzdem eine Chance und wollen wenigstens ein paar Minuten hindurch schlendern. Nach ein paar Metern steht auf der rechten Seite eines dieser großen Standgebläse, welches kühle Luft in die Halle pustet. Vor dem Gebläse steht ein Mann, der es scheinbar genießt, sich vom Standgebläse anpusten zu lassen. Diese Leidenschaft teilt die große Pappnase ja auch und so stellen wir uns dazu. Nicht lange und wir kommen mit dem zuerst Angepusteten ins Gespräch. Auf Englisch natürlich. Wir amüsieren uns machen ein albernes Foto und sind schon im Begriff, uns zu verabschieden, als die große Pappnase den zuerst Angepusteten fragt, woher er denn kommt. Er antwortet: „from Germany“. 😄
Es stellt sich heraus, dass der zuerst Angepustete „Ricard“ heißt, aus dem Schwabenländle stammt und sämtliche, für die Region typischen, Eigenschaften mitbringt. Sehr sympathisch. Und das Beste: er ist ein Hardcore-Schwurbler. Einer wie wir. Wir verabreden uns für den Abend im Marini’s on 57, einer stylischen, den Petronas Towers nahegelegenen Rooftop Bar.
Kuala Lumpur Eco Park
Doch zunächst verschlägt es uns noch in den Kuala Lumpur Eco Park, den wir auf der Heimfahrt zum Hotel entdecken. Er liegt nur wenige hundert Meter von unserem Hotel entfernt, so dass wir uns von unserem Taxifahrer vorm Hotel absetzen lassen und uns entschließen, noch einmal zurückzugehen und den Kuala Lumpur Eco Park zu erkunden. Schließlich haben wir im Vorbeifahren sowas wie „Canopy walk“ gelesen. Spannend.
Blöd nur, dass wir einen Tag vor unserem geplanten Ausflug zu den Batu Höhlen mit ihren 300 Trillionen Stufen, heute im Eco Park und hoch zu den Seilbrücken auch schon hunderte Stufen steigen müssen. Das wird sich morgen rächen. 😆 Na ja, es ist es aber wert. Die Seilbrücken sind cool und und aus der Ferne wird das ganze von einer schottischen Musikkappelle untermalt. Kann man echt besuchen, wenn man in Kuala Lumpur ist!
Marini’s on 57
Um kurz nach 5 pm machen wir uns auf den Weg zu unserem Treffen mit Ricard in der Roortop Bar Marini’s on 57. Das Marini’s ist nur 15 Minuten Fußweg entfernt. Blöderweise hat der affektierte Schuppen eine Kleiderordnung und die untersagt unter anderem Shorts. Die große Pappnase trägt gerade ausgerechnet Shorts. Die hübsche Pappnase läuft hoch zu Ricard, sagt ihm Bescheid, dass die große Pappnase gewisse Kleidung tragen muss, um im affetkierten Schuppen Geld ausgeben zu dürfen und sagt ihm, dass wir in einer Stunde zurück sind. Den ganzen Weg also zurück, die große Pappnase hoch aufs Zimmer, die kleine Pappnase versucht unten vergeblich (scheiß Hotel) ein klimatisiertes Taxi für die Rückfahrt zu organisieren. Auf 1/4 der Strecke gelingt es uns ein Taxi aufzureißen und kurze Zeit später sind wir wieder am affektierten Schuppen.
Diesmal ist es der großen Pappnase erlaubt, die geheiligten Hallen des Marini’s on 57 zu betreten. Fast ist der Ärger verflogen, als am Eingang zur Bar – kurz hinter den Aufzügen – eine frustrierte Security-Mitarbeiterin des affektierten Schuppens ein Problem mit unserem neuen Begleiter, der Stab-Kamera von DJI hat. Handy ist erlaubt, die kleine Kamera nicht. Der fast verflogene Ärger ist schlagartig wieder da. Blöde Kuh.
Das Treffen mit Ricard war trotzdem sehr nett und die Aussicht auf die Petronas Towers sensationell.