Neuseeland – Tag 14
Roadtrip Tag 12, Milford Sound
Der gestrige Tag sollte eigentlich ins Wasser fallen und zwar sprichwörtlich. Regen war angesagt und zwar in Verbindung mit starkem Wind, eine fiese Mischung. Also entscheiden wir uns, einen gemütlichen Tag in unserem Zimmer zu verbringen. Ein paar Fotos sichern, Filme sichten und Blogbeiträge schreiben. Und vom Bett aus kann man herrlich hinaus auf den See und die Berge schauen. Urgemütlich, wenn der Regen ans Fenster prasselt. Geregnet hat es erst ab Nachmittags. Und gestürmt gar nicht. Dafür hat die Sonne geschienen. Haben wir die tollen, zuverlässigen Wettervorhersagen der Webseite „Metservice“ gelobt? Kannste auch in die Tonne kloppen. 😅
Ein Ticket, sie zu knechten…
Von Queenstown bis zum Milford Sound sind es knapp 280 Kilometer bzw. 3 3/4 Stunden Fahrt. Wir waren gerade dabei, den Geschwindigkeitsrekord auf der Strecke zu pulverisieren, als uns zwischen Lowther und Mossburn ein unscheinbares, rotes Auto entgegenkam, welches sich erst viel zu spät als Polizeiwagen entpuppte.
Nun gut, mal verliert man, mal gewinnen die anderen. 😅
Immerhin war der Polizist sehr sehr freundlich. Er erzählt uns, dass er eigentlich aus England kommt und früher Reisebus gefahren ist. Er erklärt uns mit englischem Humor, dass man hier nicht so schnell wie auf deutschen Autobahnen fahren dürfte. 😅 Und ihn würde die Landschaft bei Mossburn an Österreich und Bayern, besonders aber an Gramisch Partenkirchen erinnern und irgendwie hat er schon recht damit. Na ja, wie auch immer, zum Schluss gibt er uns ein Ticket und als wir wieder losfahren, grüßen wir uns zum Abschied noch. So sympathisch kann man ein Bussgeld über 200 Euro kassieren – da sollten sich seine deutschen Kollegen mal eine Scheibe abschneiden. 😄
Milford Sound
Der Milford Sound… Jaaa… Hmm… Sagen wir’s mal so: das tollste am Milford Sound ist die Fahrt zum Milford Sound – zumindest, solange keine Bullen in der Nähe sind. 😅
Okay, landschaftlich ist der Milford Sound schon schön, aber außer eine mit 169 Dollar überzogen teure Bootstour zu machen, oder eine Runde mit einem Helikopter zu drehen, die auch nicht gerade günstig ausfallen dürfte, kann man am Milford Sound nicht viel machen – nichtmal zum nahegelegenen Wasserfall kann man spazieren. Wir waren ehrlich gesagt, ein wenig enttäuscht. Da ginge mehr.
Aber wie schon gesagt, die Fahrt zum Milford Sound war für uns das eigentlich Highlight. Vielleicht sind wir nach zwei Wochen Roadtrip und unendlich vielen wunderbaren Orten, einfach übersättigt.
Bemerkenswert: die wahnsinnig gut riechenden Wälder rund um das Eglinton Valley.