Neuseeland – Tag 23
Neuseeland (Fazit)
Der letzte Tag auf Neuseeland. Und Neuseeland war klasse. Wir kommen ganz sicher wieder. Und sollten wir die Nordinsel und das schöne Örtchen Mount Maunganui besuchen, werden wir 100%ig auch wieder in Ivas schöner kleiner Hobbit-Höhle wohnen. Und wir werden Queenstown besuchen. Queenstown hat uns auch RICHTIG GUT gefallen. Und wir werden ein paar Ziele auf der Südinsel nochmal etwas langsamer bereisen, denn zumindest die große Pappnase hat das Gefühl, wir hätten mehr Zeit für die Südinsel gebraucht.
DAS Neuseeland gibt es unserer Meinung nach nicht. Man muss unterscheiden zwischen Ost- und Westseite der Südinsel und Nord- und Südinsel. Unserer Meinung nach alles landschaftlich unterschiedlich. Zur Ostseite gehört auch der untere Zipfel der Südinsel. Die Ostseite erinnert landschaftlich sehr an das von uns heißgeliebte Schottland, während die Westseite eine Mischung aus Hawaii, Schottland und Norwegen ist – nur irgendwie anders und krasser. 😅 Die Nordinsel hingegen ist mehr eine Mischung aus Hawaii und Schottland.
Und obwohl die meisten Reisenden, mit denen wir gesprochen haben, eindeutig die Südinsel schöner finden, würden wir uns da NICHT so eindeutig anschliessen. Uns hat auch die Nordinsel unglaublich gut gefallen – wir sind aber auch den großen Städten ferngeblieben.
Wie auch immer – als Liebhaber der Herr der Ringe – Filme und deren mystischer Landschaften und Atmosphäre hatte die große Pappnase mehr als einmal Pipi in den Augen ob der gewaltigen Aussichten. Ist Neuseeland geil und eine Reise wert? Aber sowas von! 😃👍 Wenn da nicht…
Hier schreibt jetzt die große Pappnase, die mal eine persönliche Meinung loswerden muss. Der Neuseeländer mag ja im Grunde sehr nett und freundlich sein – solange er nicht hinterm Steuer eines PKW sitzt. Nach 3,5 Wochen Roadtrip und über 5000 gefahrenen Kilometern, kann ich sagen, dass der Neuseeländer zu den dämlichsten und rücksichtslosesten Autofahrern gehört, mit denen ich mir jemals die Straßen teilen musste – und ich bin auf allen Kontinenten gefahren und zwar ganz sicher schon mehr als 100.000 Kilometer.
Ein Beispiel: Auf einer Autobahn im Speckgürtel von Auckland blinkte mir ein PKW-Fahrer von hinten auf, weil er überholen wollte – im zähfließenden Verkehr, das Auto vor mir keine 10 Meter entfernt. Oder: Eine kurvige Landstraße, wie sie hier üblich ist: Ich fahre die erlaubten 100 km/h plus einer kleinen Tachotoleranz (😋) , als von hinten ein Neuseeländer mit einem der typischen, aufgemotzten, leistungsstarken Vauxhall angebrettert kommt. Beim ersten Mal dachte ich noch, er fäht so dicht auf, weil er bei nächster Gelegenheit überholen will. Falsch gedacht. Als er nach ca. 10 Kilometern noch immer an meiner Stoßstange klebte, muss ich davon ausgehen, dass er a) entweder geistesgestört ist, oder mich b) nötigen will, schneller zu fahren. Na gut, das lässt sich herausfinden, denke ich mir und fahre die nächste Kurve mal so, wie man das als Eifeler gelernt hat. Der Geistesgestörte bleibt zurück. Aber nur, um auf der nächsten Geraden wieder an meiner Stoßstange zu kleben. Sowas haben wir mehrfach erlebt. Sie fahren nicht nur dumm, sie fahren auch noch scheiße. 😄
Sie kommen auch nicht damit zurecht, wenn man ihnen aufblinkt, um sie von einer Seitenstraße auf die dicht befahrene Hauptstraße zu lassen. Ein „Dankeschön“? Fehlanzeige. Auch das ist mehrfach geschehen. Ich war mehrfach geneigt, die Fahrer nach ihrem Impfstatus zu fragen. Das würde das Verhalten wenigstens entschuldigen. Ich muss mal Ricard fragen, ob das hier vor 20 Jahren auch schon so war…
Edit (6.10.25): Ricard hat meine/unsere Erfahrungen mit den neuseeländischen Autofahrern bestätigt und mir ein paar seiner Erlebnisse geschildert. Irre. 😅👍
Unser letzter Tag auf Neuseeland
Um 10:30 Uhr holen wir einen Tags zuvor bestellten Blumenstrauß beim empfehlenswerten Blumenladen Flowerette ab, den wir Iva, unserer AirBnB-Vermieterin geben wollen. Wir hatten selten ein dermaßen liebevoll und umfangreich ausgestattetes AirBnB. UND: Iva und ihre Familie (eine Tschechin und ein Kanadier, die sich auf einer Weltreise trafen) sind einfach wahnsinnig freundlich und sympathisch und haben uns ohne zu zögern erlaubt, ein paar Speicherkarten für unsere Kamera und Drohne liefern zu lassen, die hier durch den Umrechnungskurs wesentlich günstiger sind.
Auf dem Weg zum Flughafen Auckland machen wir Halt in Drury, in dem Saloon-Restaurant, das wir uns bei unserer Ankunft schon ansehen wollten. Unser Flugzeug startet ja erst um 22:00 Uhr und so nutzen wir die Gelegenheit und gammeln im Restaurant-Internet herum und essen eine Kleinigkeit. Das Saloon-Restaurant ist dann doch nicht so toll, wie das Äußere versprach. Optisch ist es klasse gemacht, aber der Rest fühlt sich so an, als hätten die Maori, die den Laden jetzt führen, das Restaurant übernommen und… Na ja…
Wir überfliegen erstmalig die Datumsgrenze, was zu dem lustigen Ergebnis führt, dass wir eine Zeitreise machen und den 3. Oktober zweimal erleben – einmal auf Neuseeland und einmal auf Hawaii. 😄 Air New Zealand ist übrigens eine gute Airline, die Verpflegung ist überdurchschnittlich gut und die große Pappnase hat auch schon weniger Platz gehabt.
Übrigens: Hawaii!! 😃 Es geht jetzt nach Hawaii! *kreisch* 😄😍