New York -> Branford, Connecticut
New York City - Tag 2
Heute ist schon wieder Abreisetag, also hinterlassen wir im Hotel-Zimmer in gewohnter Pappnasen-Tradition eine Widmung auf der Rückseite eines Bildes und checken aus. Die Reise-Taschen bunkern wir im Hotel, weil wir uns noch bis zum späten Nachmittag in New York rumtreiben wollen.
Der Manhattanhenge auf der 42nd Street – oder auch nicht 😏
Wir nehmen die Metro von der St. Nicholas Avenue/West 181st Street bis zum Times Square und gehen über die 42nd Street Richtung Grand Central Station, die wir bei unserem ersten New York – Trip 2018 leider nicht mehr besuchen konnten. Auch diesmal ist unser Timing mal wieder echt übel, denn wir verpassen um nur drei Tage ein Ereignis, welches als „Manhattanhenge“ bekannt ist.
Jedes Jahr zur Sommersonnenwende kann man dieses Schauspiel in den perfekt Richtung Westen ausgerichteten Straßen New Yorks bewundern. Der Name ist übrigens an Stonehenge angelehnt. Eigentlich sind es nur profane Sonnenuntergänge, aber so in den Schluchten der Hochhäuser sieht das schon spektakulär aus. Und 2024 findet das Ereignis eben rund um den 11. Juli statt – drei Tage, nachdem wir New York verlassen haben. Schade. Dann eben beim nächsten Mal.
Grand Central Station
Dass die Grand Central Station absolut sehenswert ist, dürfte niemanden überraschen – wir sind es trotzdem. Sie ist größer und prunkvoller, als wir erwartet haben. Viel Spaß haben wir im Untergschoss, im Flüstergewölbe nahe der Oysterbar. Wenn man sich in die Ecken stellt und etwas flüstert, kann man es in einer anderen Ecke des Gewölbes hören – in 9 Metern Entfernung und trotz der Umgebungsgeräusche. Das sollte man unbedingt mal ausprobieren!
Sex and the City und eine Bibliothek
Okay, wer die Kult-Serie „Sex an the City“ nicht kennt, dürfte bei der Überschrift obszöne Gedanken gehabt haben. Sorry. 😋 Wir beide sind kleine Fans der Serie und deshalb darf ein Besuch in der „New York Public Library“, dem Ort, wo Mr. Big kurz vor der Hochzeit mit Carrie kalte Füße bekam, nicht fehlen.
F-A-O Schwarz und das berühmte Klavier aus „Big“
Nach dem Besuch der New York Public Library nehmen wir unter den Bäumen vom Bryant Park bei gepflegter Piano-Live-Musik ein paar kühle Drinks, bevor wir uns auf den Weg zum Rockefeller Center und F-A-O Schwarz, dem berühmten Spielwarenladen, mit dem Klavier, auf dem Tom Hanks im Film „Big“ spielte. Bei unserem letzten Besuch in NYC war das Geschäft noch wegen Umbauarbeiten geschlossen. Man sagt, der Spielwarenladen hat nach dem Umbau an Atmosphäre verloren. Wir finden den Laden cool, aber ein richtiger WOW-Effekt hat sich nicht eingestellt.
(Kein) Frühstück bei Tiffany & Co.
2018 kamen wir uns irgendwie blöde vor, wie ein paar gaffende Touristen in das legendäre Schmuckgeschäft an der Fitfth Avenue zu stürmen und interessierte Kunden, die entschlossen sind, ein kleines bis mittleres Vermögen auszugeben, zu stören. Doch heute ist das anders. Wir haben einen Grund, Tiffany & Co. zu besuchen. Es fühlt sich irgendwie besonders an, in die bei Schmuckliebhabern aus der ganzen Welt begehrten, heiligen Hallen zu treten. Man merkt sofort: ein normales Schmuckgeschäft ist das hier nicht…
Central Park
Von einer New Yorker Ikone zur Nächsten sind es nur wenige Meter. Genaugenommen sind es knapp 400 Meter von Tiffany & Co. bis zum Central Park. Es ist später Nachmittag und wir müssen heute noch ein paar Kilometer in Richtung unseres nächsten Ziels fahren, deshalb beschliessen wir, durch den Central Park zur U-Bahn-Station Broadway/72nd Street zu gehen. Der Weg führt uns über „The Central Park Mall“, auch als „Promenade“ bekannt und Filming Location für etliche Filme wie zum Beispiel „Breakfast at Tiffany’s“ – wie passend – zur wunderschönen Bow Bridge, die unter anderem aus dem Film „The Way We Were“ (Barbra Streisand, Robert Redford) bekannt ist. Vorbei an den Strawberry Fields und am „The Dakota“, dem Wohnhaus, wo John Lennon lebte und vor dessen Haustür er ermordet wurde, spazieren wir schweren Herzens zur U-Bahn.
New York City ist und bleibt wohl unsere Herzensstadt. Wir mögen Städte eigentlich nicht sehr, aber diese besondere Stadt hat uns gefangengenommen.
Nachdem wir unseren roten Begleiter aus der Tiefgarage am Radio Hotel geholt haben, verlassen wir New York wehmütig und bei wundervollem Abendlicht über die Interstate 78 entlang des Harlem Rivers Richtung Branford, Connecticut.