2 Pub-Nasen in Edinburgh
Edinburgh - Tag 2
Unser erstes Ziel gilt dem „Elephant House“, an der George IV Bridge, dem Café, in dem J.K. Rawling an ihren ersten Harry Potter geschrieben hat. Das Café ist 2021 abgebrannt, so dass heute nur noch die Fassade vorhanden ist. Allerdings hat das Elephant House ein paar Meter weiter, in der Victoria Street neueröffnet. Schön, aber irgendwie nicht das gleiche. Die Victoria Street ist aber wegen der vielen bunten Fassden so oder so einen Besuch wert, also machen wir uns auf den Weg dorthin.
Frankenstein in Edinburgh
Ach so, halt! Ein paar Meter VOR dem originalen Elephant House sind wir am „Frankenstein & Bier Keller“ einem interessant aussehenden Pub(?), Kneipe(?) oder Event Location(?) vorbeigekommen. Es war noch geschlossen und wir konnten nicht so recht einordnen, was es nun ist, aber es sah so spannend aus, dass wir beschlossen haben, es noch einmal zu besuchen. Auf dem Weg zur Victoria Street kommen wir an einer alten Bibliothek vorbei und Bibliotheken – besonders alte – haben immer was magisches, also sind wir natürlich hereingegangen. Und wir wurden nicht enttäuscht.
Im „The Castle Arms“, einem Pub mit Blick auf die Victoria Street, trinken wir zwei Bier. Richtig gelesen, ZWEI Bier, denn selbst die größte Pappnase trinkt mal Alkohol. Eine Sensation! 😅 Auf einer kleinen Treppe, die die Victoria Street mit den höher gelegenen Victoria Terraces verbindet, sitzt ein Obdachloser, der jedem Vorbeilaufenden freundlich einen guten Tag wünscht. Leider grüßen nur die allerwenigsten zurück, sondern gehen achtlos an ihm vorbei. Herzlos. Und sicher schlecht fürs Karma. Wir wünschen ihm natürlich auch einen guten Tag und geben ihm ein paar Pfund, über die er sichtlich erfreut ist. Die US-Amerikaner sagen: „Living is giving“. Recht haben sie.
Der wohl kleinste Flagship Store der Welt
Jeder Harry Potter – Fan kennt die Winkelgasse. Es würde uns nicht wundern, wäre die Victoria Street die Vorlage für die Winkelgasse gewesen. Bunte Häuschen, Kopfsteinpflaster, kleine Geschäfte – sehr schön. Eines dieser kleinen Geschäfte ist der Islander Flagship Store. Man denkt bei „Flagship Store“ unweigerlich an ein großes Gebäude mit Glasfassade – nicht hier. Dieser Flagship Store könnte einer dieser kleinen, magischen Läden aus den Harry Potter Filmen sein. Maximal 20 Kunden und nix geht mehr. 😅
Die Ecke rum, auf dem Grassmarkt entdecken wir endlich ein Souvenier für die kleine Pappnase, die das Pappnasen-Rudel verlassen hat, weil sie lieber erwachsen werden will und ihr eigenes Ding machen möchte 😋. Da wir ihr aus New York City eine Freiheitsstaue-Quitscheente mitgebracht haben, ist es nur konsequent, wenn wir ihr aus Schottland eine Nessie-Quitscheente mitbringen, oder?
Im „Doctors“, einem Pub in der Nähe der University of Edinburgh nehmen wir ein paar Drinks, als die hübsche Pappnase meint, wir wären ja jetzt gerade wortwörtlich Pub-Nasen.
Wir lachen noch mindestens 5 Minuten über den zugegebenermaßen sehr lustigen Kalauer.
Zwei Bitcoin – Sausage Rolls im Park
Im Park „The Meadows“ essen wir ein paar Sausage Rolls am Imbisswagen von „Max Bakes Gourmet Sausage Rolls“. Aus Gag (oder Intuition?) fragt die große Pappnase, ob wir mit Bitcoin bezahlen können – und yeah, wir können! Ein neben uns stehender Kunde staunte nicht schlecht und meinte zu Max, dass er noch gar nicht wusste, dass Max Bitcoin akzeptiert. Bitcoin-Adoption vorantreiben? Können wir! 😁👍
Wir wollen die letzten Sonnenstrahlen auf dem Calton Hill genießen und schlendern durch die Altstadt zurück zum „Frankenstein & Bier Keller“, von dem wir morgens noch nicht so genau wussten, wie wir ihn einordnen sollen. Okay, JETZT wissen wir es! Es ist eine absolut besuchenswerte und cool gestylte Event-Kneipe mit einer mehr oder weniger regelmässig stattfindenden Frankenstein-Show.
Über die Royal Mile geht’s zum „The Chocolatarium“, einer Manufaktur für Schokolade, wo man sich selbst als Chocolatier versuchen kann. Auf dem Bordstein vor der Schokoladen-Manufaktur stärken wir uns mit leckerer Milchschokolade für den Aufstieg auf den Calton Hill.
Calton Hill
Über die „Jacob’s Ladder“ beginnen wir den Aufstieg zum Calton Hill. Wobei „Aufstieg“ je nach Fitnessgrad ein wirklich passender Terminus ist. 😅 Allerdings wird man von der Aussicht für die Mühen mehr als entlohnt. Oben angekommen legen wir uns auf eine Wiese und genießen die Sonne und das Panorama über die zu unseren Füßen liegende Stadt. Zur anderen Seite sieht man das Hafenviertel Leith und den Firth of Forth und zur anderen Seiter den Berggipfel „Arthur’s Seat“, den viele wahrscheinlich aus dem Film „One Day“ (Zwei an einem Tag) kennen.
Zur Belohnung für den Aufstieg, gönnen wir uns auf der Terrasse des empfehlenswerten BrewDog DogHouse ein paar Drinks und eine Kleinigkeit zu essen, bevor wir uns nach Sonnenuntergang auf den Weg zurück in unser Guest House machen.