Ausflug nach Varadero
... dem Mallorca von Kuba.
Varadero ist speziell. Das Wasser ist das türkiseste Wasser, das wir bisher gesehen haben. Auch die Strände sind schön. Aber das war es auch schon. Zugegeben, wir haben nicht viel Zeit auf der Halbinsel verbracht, aber über die vielen – freundlich ausgedrückt – wenig schönen, sozialistisch anmutenden Hotelburgen lässt sich schwer streiten.
Irgendwie erinnert uns Varadero auf den ersten Blick sehr an den Ballermann oder ähnlich touristische Orte. Das kann man mögen, oder wie in unserem Fall – auch nicht.
Das war es an Negativem über unseren Ausflug nach Varadero aber auch schon. Wir haben zwei Tage zuvor eine Tour mit Christian und seinem wunderschönen 1949er Chevrolet Deluxe gebucht und waren überrascht, als er uns stolz seine im 4. Monat schwangere Verlobte Maikelis vorstellte, die uns auf unserem Trip begleiten würde. Maikelis ist uns gleich sympathisch – also warum nicht?
Die Strecke nach Varadero führte uns durch Puerto Escondido und Matanzas zunächst zum „Parador Fotográfico“, einem auf einem Steg gelegenen Fotospot, wo wir ein paar Fotos machen (logisch, ist ja ein Fotospot 😋) und zum ersten Mal das azurblaue Meer bewunderten. Danach sind wir zur Beatles Live Music Bar gefahren, die aber leider erst um 13:00 Uhr aufmacht. WARUM wir nicht einfach später wieder dahin fuhren? Gute Frage! 🤪
Weil wir schrecklich durstig sind, machen wir uns auf zur „Xanadu Mansion“, in der Hoffnung, dort bei schöner Aussicht ein paar kühle Drinks geniessen zu können. Aber Pustekuchen. Das von einem Golfplatz umgebene Herrenhaus/Restaurant/Hotel/Bar entsprach jedem Klischee und so gibt man sich uns Pöbel nicht sehr freundlich. „Nur“ ein paar Drinks auf der Terrasse? Nein, dafür ist man sich dort wohl zu schade. 😡
Wir haben trotzdem Freude an dem Herrenhaus im Kolonialstil und das tolle Treppenhaus und die Aussicht aus der Bar in der obersten Etage ist auch schön. Als ich nach der im Keller gelegenen, ältesten Orgel Süd- & Mittelamerikas frage und ob wir sie uns ansehen dürften, stellt man sich dumm. Na ja, Snobs und Idioten gibt es halt auch auf Kuba.
Da wir bei den Snobs nichts trinken können/wollen, machen wir uns auf den Weg zurück ins Zentrum von Varadero, in die „Casa del Chocolate“, einem Restaurant mit einer köstlichen, selbstgemachten Limonade und superleckeren Schokolade, die Maikelis uns kaufte. Es lag nicht nur an den Temperaturen, dass wir die Schokolade ruckzuck verputzen. 😋
Von dort aus machten wir uns auf zur „La casa de AlCapone“, Al Capones ehemaligen Ferienhaus auf Kuba. Eines muß man dem guten Al lassen: er hatte Geschmack – tolles Haus, tolle Lage.
Nachdem wir auf Al Capones Terrasse etwas getrunken hatten und die tolle Aussicht aufs Wasser genossen haben, machten wir uns langsam wieder auf den Weg zurück zum Hotel.
La casa de AlCapone
Al Capones ehemaliges Ferienhaus