Sie sind auf Kuba allgegenwärtig: die Kutschen. Es gibt sogar Park-Schilder: „6 Autos Y 2 Coches“ (6 Autos und 2 Kutschen). Da ist es nur logisch, dass wir natürlich auch eine kleine Tour mit einer Kutsche machen mussten.
Gegenüber unseres Hotels stehen immer ein paar dieser wunderschönen Oldtimer-Taxis und eben auch Daniel mit seiner Kutsche. Daniel wirkt mit seiner einfachen Kutsche und seinen Gummistiefeln ein wenig verloren und er tut uns leid, wie er mit den bunten, chromglänzenden Traumautos um die Gunst der zahlungskräftigen Touristen konkurrieren muß.
Wir suchen einen verlassenen Bilderbuch-Traumstrand, den wir im Internet sahen und in unmittelbarer Nähe zu unserem Hotel sein soll. Dorthin soll uns Daniel mit seiner Kutsche und seinem Pferd bringen. Gefunden haben wir den Strand nicht, aber das ist uns egal, der kurze Ausflug war trotzdem toll. Daniel sprach kein Englisch und unser Spanisch ist noch nicht gut genug, aber mit Händen , Füßen und ein wenig Phantasie versteht man sich ja doch immer irgendwie. Er erzählt uns von seinen Kindern und seiner nahegelegenen Farm, auf die er uns sogar einlädt. Im Nachhinein bereuen wir es, die Einladung nicht sofort angenommen zu haben. Wir wollen es für später aufschieben, aber die Zeit vergeht dann doch so schnell… 😏
Zum Abschied gab uns Daniel zwei Mangos und eine Limette aus seinem Garten. So lieb. Die Kubaner haben oft nicht viel, aber das wenige teilen sie gerne. Herzergreifend.
Wir zeigten uns sehr dankbar und freuten uns über die Geste und gaben ihm zusätzlich zu den schon großzügigen 20€ für die Kutschfahrt noch weitere 5€ Trinkgeld.
Sollte es uns wieder nach Kuba verschlagen, werden wir Daniels Einladung annehmen.