Chesapeake Bay -> Washington D.C.
Washington D.C. - Tag 1
Bei schönstem Sonnenschein und 35 Grad Celsius machen wir uns auf den Weg nach Washington. Wir wählen die Strecke rund um Baltimore. Unser erstes Ziel in Washington soll das Weiße Haus sein.
Memo: Beim nächsten mal die Route über die Highways 301 und 50, vorbei an Annapolis probieren! Ein bisschen länger, aber landschaftlich schöner und ruhiger.
Wir nehmen ein Parkhaus, welches nur 600 Meter vom Weißen Haus entfernt ist. Bei der Einfahrt kommen wir mit dem Parkhaus-Aufseher ins Gespräch. Nach ein paar Sätzen fällt uns sein Akzent auf und wie sich herausstellt, ist er tatsächlich ein Deutscher, der schon seit dreissig Jahren in den USA lebt.
Das Erste, was die hübscheste Pappnase sagt, als wir am Weißen Haus ankommen, war: „Oh, das ist ja klein!“
Na gut, ein Puppenhaus, in dem nur Marionetten wohnen, muß halt nicht groß sein. 😋 Gut sieht es trotzdem aus. Viel beeindruckender als das Marionetten-Häuschen fanden wir das Eisenhower Executive Office Building, die Verwaltung des Weißen Hauses und des Executive Office des Präsidenten. Auf der 17th Street Northwest, seitlich vom Puppenhaus und dem Eisenhower Office Building essen wir an einem der Food Trucks eine Kleinigkeit, bevor wir weiter zum Washington Monument schlendern.
Das Washington Monument ist schon beeindruckender als das Weiße Haus. Die rundherum im Wind wehenden Fahnen, der Blick aufs Lincoln Memorial im Westen und aufs Capitol im Osten und dazwischen viel Grünfläche – sehr schön. Nach oben in die Spitze des Washington Monuments konnten wir leider nicht, dafür hätten wir uns im Vorfeld schon anmelden müssen. Schade.
Knapp 1,5 Kilometer weiter betreten wir dann das National-Archiv der USA. Wir sind kleine Fans des Films „Das Vermächtnis der Tempelritter“ und schon deswegen war es etwas Besonderes, die Location zu besuchen, aber die wichtigsten Zeitdokumente der US Gründungsgeschichte mal mit eigenen Augen zu sehen, ist für zwei USA-Fans wie uns ein ehrfürchtiger Moment. Da liegen sie also nun vor uns. Die Bill of Rights, die Unabhängigkeitserklärung und – We the People – die Verfassung der Vereinigten Staaten von Amerika. Ein Gänsehaut-Moment.
Vor dem National-Archiv hören wir noch ein paar Minuten einem sehr guten Saxophonisten zu, bevor wir uns auf den Weg zu unserem nächsten Ziel machen.
Das United States Capitol liegt auf einem kleinen Hügel, knapp 1200 Meter vom Nationalarchiv entfernt. Vom „Capitol Reflecting Pool“ schauen wir auf die von zwei großen Treppen flankierte Rückseite des Capitols, dort wo traditionell die neugewählten Präsidenten ihren Eid ablegen. Und man muß zugeben, das Capitol wirkt von hier aus – im Gegensatz zum Weißen Haus – sehr beeindruckend. Nur beiläufig bemerken wir, dass gerade eine muschelförmige Konstruktion zwischen Capitol und dem „Capitol Reflecting Pool“ aufgebaut wird. Wir denken uns nichts dabei, es gibt schon genug zu entdecken.
Es sind 16:00 Uhr und wir sind mittlerweile ziemlich durstig. Die Temperaturen von über 30 Grad fordern ihren Tribut. 😅 Wir müssen uns auch noch ein Hotel für die Nacht suchen, also beenden wir unsere erste Sightseeing-Tour und machen uns auf den Weg zurück zum Auto. Auf halbem Weg trinken wir die Penn Quarter Sports Tavern sturmreif, feiern würdig den Nationalfeiertag Kanadas, grüßen im Vorbeigehen die Mädels und Jungs vom FBI und ruckzuck fahren wir über die George Mason Memorial Bridge und vorbei am Pentagon zum Motel 6 in Springfield.
Memo und Warnung: Das Motel 6 in Springfield könnte problemlos als Drehort für etliche, blutrünstige Hollywood-Blockbuster dienen. 😱
Wir lassen uns ein Zimmer zeigen, bedanken uns freundlich und verlassen das Motel 6 fluchtartig. 😅
Ein paar Kilometer weiter checken wir dann ins Comfort Inn & Suites in Alexandria ein. Ein preiswertes, gepflegtes, ideal gelegenes Hotel. Es liegt nur 3 Minuten von der U-Bahn-Haltestelle Van Dorn Street entfernt – perfekt für Sightseeing in Washington. Wir bringen unsere Taschen ins Zimmer, wollen noch ein paar Lebensmittel einkaufen und NATÜRLICH ein „Welcome to Virginia“ – Schild fotografieren. Die freundliche Rezeptionistin vom Hotel empfiehlt uns das Schild auf der Woodrow Wilson Memorial Bridge. Also einmal über die Brücke, im National Harbor wenden, wieder über die Brücke, während der Fahrt das Schild fotografieren, im Giant Food in Alexandria einkaufen und 15 Minuten später liegen wir müde im Bett.