Das erste Ziel des Tages: Das „Welcome to Delaware“ – Sign. Natürlich. 😅 Schon unser vierter Bundesstaat alleine auf diesem Trip. Wir fahren immer möglichst nahe der Küste in Richtung Ocean City. Orte wie „Leipsic“, „Dover“ und „York Beach“ bezeugen die von europäischen Einwanderern geprägte Geschichte der Gegend. Wie immer sind wir begeistert von der Hyggeligkeit (Abgel. v. dän. „Hyggelig“. Siehe unten) der amerikanischen Häuser und Wohnorte – wir lieben es.
Besonders gut gefallen uns die die schönen Gated Communitys entlang des Coastel Highway bei Bethany Beach.
Am Über Bagels in Ocean City machen wir spontan Halt. Zum einen mögen wir Bagels und zum anderen finden wir den Umlaut im Namen interessant. Ein Hinweis auf eine deutsche Einwanderer-Geschichte? Im Über Bagels fällt der großen Pappnase ein großer, blonder Mann mit blauen Augen auf, der über ein MacBook gelehnt mit einer Mitarbeiterin spricht. Natürlich spricht die große Pappnase den Mann an (scheiss Wissbegierde 😅) und nach einem kurzen Gespräch erfährt er, dass er der Gründer von Über Bagels ist und sein Vater tatsächlich ein deutscher Einwanderer war. Spannend: Auf der Webseite steht eine ganz andere Geschichte. Irgendwas mit einem geborenen New Yorker, der keine guten NYC-Style Bagels in Maryland bekam und deshalb Über Bagels gründete. Warum wählte er aber einen Namen mit Umlaut? 😳 Da klingt doch sehr nach einer gefälligen Klischee-Business-Geschichte.
Ach so: Die Bagels sind übrigens köstlich!
Nächster Halt Ocean City, Strandpromenade. Okay, SO stellt man sich die USA wohl vor, wenn man noch nicht hier gewesen ist. Bunt, laut, schrill, eine große Kirmes. Irgendwas zwischen Ballermann und Las Vegas. 😅
Kann man mal gesehen haben und hat einen gewissen Unterhaltungsfaktor, ist aber nix für uns.
Also ab nach Berlin.
**kurze dramatische pause**
Natürlich sind wir nicht so sehr von Ocean City traumatisiert, dass wir zurück nach Deutschland flüchten wollen. Und schon dreimal nicht nach Berlin – also DAS Berlin in Nordkorea 2.0. Irre Idee. Wir besuchen Berlin, Maryland. Das Berlin, das 2014 zur „coolest small town in America“ gekürt wurde. Berlin ist bekannt aus dem Film “Die Braut die sich nicht traut” und so kann man hier auch eine „Runaway Bride Walking Tour“ machen. Aber auch ohne Hollywood-Gedöns ist Berlin ein schönes, uriges Örtchen.
Wir fahren weiter nach St. Michaels. Dazwischen liegen 80 unspektakuläre aber schöne Meilen auf denen sich kleine Orte wie „Vienna“ mit Wald- und landwirtschaftlich genutzten Flächen abwechseln.
St. Michaels ist ein kleiner, malerischer Ort an der Chesapeake Bay gelegen. Schon der Name „Chesapeake Bay“ klingt irgendwie nach Musik, oder? Wenn man nach „chesapeake bay landsape“ googelt, erhält man eine gute Vorstellung.
Beim Flanieren durch die Sträßchen verschlägt es uns zu „Foxy’s Harbor Grille“. Blick aufs Wasser, schöne Terrasse mit viel Sonne und die für die USA typische Live-Musik – geil, hier bleiben wir! 😃
Thordis & Brandon, das Pärchen von der Live-Band erzählt in einer Anmoderation zu einem Song, dass Thordis, die Sängerin, aus Deutschland kommt. Wir werfen den beiden später mit den Worten: „Mit besten Grüßen aus der alten Heimat!“ ein paar Dollar in den Trinkgeld-Pott. Als Thordis sich fürs Trinkgeld bedanken will, stutzt sie kurz und fragt sich wohl: „Hat der Typ gerade Deutsch gesprochen?“ 😄
In einer Pause kommen wir kurz mit Thordis und Brandon ins Gespräch und als wir erfahren, dass Thordis sogar mal in Köln gelebt hat, stecken wir ihr eine unserer Pappnasen auf und ernennen sie zur inoffiziellen Pappnase op Jöck – Niederlassung Maryland.
Am späten Nachmittag ziehen leider dicke Regenwolken auf und die Einheimischen packen ihren Kram zusammen. Schade, wir wären gerne noch ein bisschen geblieben. Na gut, sie kennen „ihr“ Wetter besser als wir…
Memo an uns und dich: Foxy’s Classic Nachos (Jalapeños, Pico, Queso, Black Bean Salsa with Sour Cream & Guacamole) sind DER HAMMER!!!!!
Die letzten 22 Meilen von Sassafras Harbor bis zu unserem Motel in Elkton ziehen sich ein wenig, weil uns kurz nachdem wir das Trump Schild am Sassafras Harbor Cafe fotografiert haben, dann doch die Regenwolken treffen. Und wie an der Ostküste wohl üblich, fühlt sich der Regen mehr so an, als parke man unter einem Wasserfall. Da werden Erinnerungen an unseren 2022er-Trip von Cape Canaveral nach Savannah wach, als uns auf der Interstate 95 ein tropischer Regen heimsuchte. Unser Mustang geriet auf jeden Fall in Panik und zeigte uns seltsame Warnungen an. 😅 Na ja, wir kommen aber aus der Eifel und brauchen zum Autofahren keine Sensoren. **Harr harr**
Hyggelig (ursprünglich dän. und norw. ['hygəli], eingedeutscht ['hʏgəliç] oder, wohl unter Einfluss von hügelig, ['hyːgəliç]) ist ein im Dänischen und Norwegischen häufig verwendetes Adjektiv, das wörtlich „gemütlich“, „angenehm“, „nett“ und „gut“ bedeutet.[1] Darüber hinaus hat hyggelig auch weitere, durchweg positiv belegte Konnotationen wie „geborgen“, „intim“, „behaglich“, „im trauten Heim“, „lieblich“, „malerisch“, „Trost spendend“, „klein, aber fein“, „niedlich“. Diese Bedeutungen umfassend wird der Begriff oft im Sinne von „typisch dänisch“ auch von Dänen selbst als nationales Stereotyp gebraucht.
Welcome to Leipsic - Sign
Leipsic? Leipzig?
Sassafras Harbor Cafe
Trump Schild