Es gibt diese Städte, die du am Ortsausgang schon vergessen hast. Düsseldoof zum Beispiel. Und dann gibt es die Städte, die dich wegblasen. New York zum Beispiel. Oder Istanbul.
Das Wetter bietet den passenden Rahmen für unsere Stimmung: Grau und bedeckt. Egal, noch sind wir hier und uns bleiben noch ein paar Stunden, also gehen wir einfach ein bisschen spazieren und genießen die uns noch bleibende Zeit. Im IBB Park liegt ein Flugzeugträger für Senkrechtstarter – vermuten wir zumindest, denn an Bord dürfen wir als Ausländer nicht. In Deutschland wäre es vermutlich genau andersherum. 😝
Wir laufen am Ufer um die Altstadt herum und gehen von Süden her noch einmal in Richtung Blaue Moschee. In der Nähe des Deutschen Brunnens fängt es leicht an zu regnen und wir setzen uns ein paar Minuten ins Gülhane Sur Cafe, bis der Regen ein wenig nachlässt. Dann müssen wir zurück zum Hotel, wo uns ein Taxi zum Flughafen bringt. Mit dem Taxifahrer haben wir ein witziges Gespräch über die beknackte politische Weltlage und zum Schluß sprechen wir mit ihm noch über die Basics von Bitcoin. 😄
Die Fahrt zum Flughafen und das Einchecken geht wesentlich schneller als erwartet und so müssen wir noch ein wenig Zeit totschlagen. Auf der großen Abflugtafel stehen Ziele wie Doha, St. Petersburg oder Male, leider geht unser Flieger ausgerechnet nach Düsseldoof. 😏 By the way: Wo zur Hölle ist „Üsküp“? 😄
Wir sind viel gelaufen in Istanbul. Am letzten Tag auch noch mal knapp 6,5km. Im Durchschnitt waren es täglich 13km – das haben wir bisher nur in New York übertroffen. Allerdings ist New York flach, während man in Istanbul hinter jeder Döner-Bude einen Hügel hat. 😅
Leider haben wir es nicht geschafft, die Prinzeninseln zu besuchen. Egal, beim nächsten Mal, denn wir können uns gut vorstellen, diese spannende, faszinierende und lebendige Stadt wieder zu besuchen. Güle güle Istanbul!