Hawaii – O’ahu
Teil 4
Amerikanische Behausungen – Teil 2
Wir haben das AirBnB im The Seashore für eine Woche gebucht und als wir uns entschlossen, vier Tage länger auf O’ahu zu bleiben, war die kleine Bude in diesem Zeitraum schon reserviert. (Eine kleine Bude in Waikiki scheint ein gutes Geschäft zu sein. 😅) Also sehen wir uns nach einer Bleibe für die 4 Tage um und werden im nur knapp 100 Meter entfernten Royal Grove Waikiki fündig. Dave ermöglicht es uns, unseren Jeep auch weiterhin auf dem Parkplatz im The Seashore zu parken.
Wir buchen im Royal Grove Waikiki schon zwei Tage früher persönlich, und lassen uns ein Zimmer zeigen. Der Mitarbeiter am Front Desk nennt uns den Preis und sagt uns ein Zimmer im 6. Stock mit seitlichem Blick auf den Waikiki Beach zu. Als wir zwei Tage später, am Samstag gegen 15 Uhr dann im Hotel ankommen, war nicht nur das Zimmer noch nicht fertig – was ja vorkommen kann – wir müssen auch mehr als eine Stunde warten, um dann vom selben Kerl am Front Desk gesagt zu bekommen, dass das von ihm zwei Tage zuvor bestätigte Zimmer nur gegen 20 Dollar/Nacht Aufpreis zu bekommen wäre. 😳 Und das an einem Samstag, wo die Hotels voll sind! 😡 Man kann sich unsere Laune und die folgende Diskussion mit dem Front Desk – Trottel und einer herbeigerufenen „Managerin“ vorstellen, oder? Das Argument der beiden: Keins. Nur dummes Gelaber. Man könne uns die Suite nicht für den zugesgten Preis geben, wir hätten das falsche Zimmer gebucht. Die beiden sind offensichtlich ein bisschen blöde in der Birne. Die „Managerin“ war kurz davor, uns gar kein Zimmer zu geben. Da wir mit Sicherheit in der Nähe kein anderes gefunden hätten und unser Parkplatz bei Dave gebucht war, hatten wir keine Option und haben den heruntergehandelten Preis von 15 Dollar/Nacht für die „Suite „zähneknirschend angenommen. Die „Suite“ ist allerdings ein Witz – das Bildmaterial sagt alles. Immerhin taugt das Bett was.
Die Reimanns
Die Meisten werden schon von „Den Reimanns“ gehört haben, der unterhaltsamen Auswanderer-Familie, die erst nach Texas und später nach O’ahu zog. Auch wenn wir die Mehr-oder-weniger-Trash-Serie nicht großartig verfolgt haben und keine großen Fans sind, sind uns die Reimanns doch sehr sympathisch, weil sie den Sprung über den großen Teich erfolgreich gemeistert haben. Wir ahnten schon, dass wir wohl eine Absage bekommen würden, aber wer nicht wagt…
Also schreiben wir eine eMail an die Reimanns und fragen freundlich, ob wir ein Foto mit ihnen und unseren Pappnasen machen dürften. Die Absage kam schnell und höflich, mit Hinweis auf Privatsphäre und so. Natürlich haben wir trotzdem herausgefunden, wo sich Konny Island III befindet – hartnäckig können wir. 😅 Selbstverständlich wollen wir den beiden Auswanderern nicht auf den Keks gehen, aber ein schnelles Foto vorm Tor sollte okay sein, oder? Vor allem, wenn man schon in großen Lettern „Konny Island“ aufs Tor schreibt.
Hawaiianische Kunst oder so
Beim Schlendern durch die Shopping Mall International Market Place an der Kalākaua Avenue, entdecken wir einen Laden der Handwerker/Künstler Martin & MacArthur. Die Prints mit hawaiianischen Motiven begeistern uns sofort. Leider kostet so ein Bildchen 80 Dollar – ohne Rahmen. Wir überlegen, hadern und entschließen uns schließlich, dem ersten Trieb zu widerstehen. 😅
Wir finden ähnliche Prints unter „hawaii vintage travel art posters“ im bösen Google. Besonders gut gefällt uns ein Hawaii-Style-Print hier. Allerdings findet sich nur ein Bild mit hawaiianischen Motiv, dafür hat es dort auch die restlichen US-Bundesstaaten in dem coolen Style – auch nicht schlecht! 🤠 Und mit 49 Dollar schon bezahlbarer.
Waimanalo Beach
Wir haben bis jetzt viel weniger am Strand gelegen, als man das bei einem Hawaii Trip denken würde. Nämlich genau dreimal. 😅 Einmal am wunderschönen Sunset Beach, dann natürlich am berühmten Waikiki-/Kuhio Beach und am letzten Tag auf O’ahu am Waimanalo Beach, wo die große Pappnase (nomen est omen) den Autoschlüssel in der Badehose hat. 😆
Und natürlich hat er danach nicht mehr funktioniert. 😩 Da stehen wir also auf der anderen Seite der Insel, maximal weit entfernt von Honolulu und der Autovermietung, mit einem Auto, welches bei jedem Versuch es zu öffnen, die Ruhe und malerische Idylle des Waimanalo Beach mit einem penetranten Hupen zerstört. 🤪
Glücklicherweise meint es das Karma gut mit uns, denn zwei Parktaschen weiter parken Jaime Lee & Shaun – ein amerikanisches Pärchen – mit ihrem Jeep. Die beiden zeigen uns einen Trick, wie man den Jeep im Falle einer leeren Batterie oder defekten Schlüssels dennoch starten kann. Und zwar drückt man die schmale Spitze des Schlüssels gegen den Start-Knopf und drückt diesen mit dem Schlüssel, wie man es sonst mit dem Finger tut. Aha, wieder was gelernt! 😃👍
Vermutlich ist im Autoschlüssel ein NFC Chip verbaut, über den das Auto den Schlüssel erkennt. Wir fahren am selben Abend noch zu Alamo am Flughafen, die das Problem typisch amerikanisch problemlos lösen. Die nette Alamo-Lady kann uns keinen Ersatzschlüssel geben, zeigt uns aber auch den Schlüssel-Trick und bietet uns für den letzten Tag einen neuen Wagen an. Wir behalteen unseren Jeep, fahren ins Hotel und schlendern zum letzten Mal entlang der Kalākaua Avenue zum Restaurant Yard House, mit seinen exzellenten Burgern, der unfassbar großen Auswahl an Bieren (auch Gaffel Kölsch! 🤠) und der schönen Atmosphäre. Auf dem Weg zurück zum Hotel sehen wir in der Park West Fine Art Museum & Gallery Hawaii eine tolles Bild mit Fischen im Schaufenster. Der aufgerufene Preis von 8500 Dollarn – immerhin inklusive Steuern und Versand – unterbinden aber einen Spontankauf wirkungsvoll. 😅
Hach, der Abschied von O’ahu fällt uns wirklich sehr schwer und das sogar, obwohl es weiter geht, auf eine andere hawaiianische Insel…