Was geht ab, ihr Pappnasen?
So'n bisschen Alltag in Mexiko
Die letzten Tage haben wir uns erstaunlich schnell in den mexikanischen Flow eingefunden – also irgendwie schlagartig. So, als läge es in unserem Naturell. 😄
San José del Cabo
Wir sind wieder in „unserem“ Tiny House/Wohncontainer mit Blick aufs Meer und genießen jeden Tag. Die große Pappnase steht meist mit den Hühnern auf, die hier in der Nachbarschaft leben, während die hübsche Pappnase diese Hühner am liebsten zum Schweigen bringen würde… 😅
Wir haben in der Banamex Bank in San Jose del Cabo endlich einen Geldautomaten gefunden, der mit geringen Gebühren glänzt. Und dank Lulu, die uns auf der Straße anquatscht und die Ehefrau von Oscar, dem Besitzer ist, haben wir mit dem Alma de Mexico ein neues kleines Restaurant gefunden, wo man in luftiger Höhe nicht nur ein tolles Panorama genießen, sondern auch einfach, aber lecker essen kann. Oscar ist übrigens ein ganz schön aufgewachter Typ, mit dem wir uns ausführlich über den aktuellen Irrsinn in der Welt und seine Meinung über Claudia Sheinbaum, der aktuellen Präsidentin von Mexiko unterhalten.
Gallery District, San Jose de Cabo
Ein paar Meter vom Alma de Mexico entfernt, lacht uns über einer der zahlreichen, wunderschönen Kunstgalerien von San José del Cabo ein „Bitcoin accepted“ – Leuchtschild an. 😊 Es prangt über der Galerie Interactive Art – Ivan Guaderrama. Die Galerie liegt im extrem lebendigen Gallery District von San Jose de Cabo, wo man die große Pappnase anleinen muss, weil er sonst alle Galerien hemmungslos leerkaufen würde. 😅
Wie auch immer, die Galerie Interactive Art – Ivan Guaderrama stellt extrem außergewöhnliche, moderne und schöne Kunstwerke aus. Ivan Guaderrama ist ein mexikanischer Künstler, der – Überraschung! – interaktive Kunst schafft. Wir haben das natürlich gefilmt und fotografiert. Ob wir daraus ein eigenes kleines Video machen, oder auf ein Video des Künstlers zurückgreifen, wissen wir zum Zeitpunkt, wo wir diese Zeilen schreiben, noch nicht. 😄
Pi
Das dürfte unsere mit Abstand kürzeste Überschrift sein – und wohl auch für immer bleiben. 😄 Pi. Einfach nur „Pi“. Doch was zur Hölle soll das heißen? Spoiler: es hat NIX mit „3.14159265359“ oder ähnlichem mathematischem Zeug zu tun – es geht einfach nur um eine Yacht. Wobei „nur“ eine echte Beleidigung darstellt.
Auf dem Weg von unserem kleinen Tiny House/Wohncontainer mit Blick aufs Meer, zur Garage Coffee & Bar am Marktplatz von San José del Cabo, wo wir abends gerne auf dem Dach sitzen und dem Treiben zusehen, liegt der Puerto Los Cabos, der wenig überraschend der Hafen von San José del Cabo ist. (Meine Fresse, den Pulitzer Preis bekommen wir für unsere Texte sicher auch nie 😂) Und in eben diesem Hafen liegt gerade ein Bötchen, welches nur schwer zu übersehen ist – selbst im nicht gerade arm an coolen Yachten bestückten Hafen von San José.
Wir stehen ziemlich fassungslos vor diesem 100 Meter – Bötchen und fragen uns, wer der Besitzer ist. Doof ist, dass sich kein Name finden lässt. Optisch ist das clean und cool, aber wenn man neugierig ist, ist das lästig. Natürlich hätte ein Foto und die Google-Bildersuche helfen können, aber darauf kamen wir in dem Augenblick nicht – Pappnasen halt. 😆 Also fragen wir bei Ricard, dem wandelnden Kompetenzzentrum zum Thema „Yachten und andere Dinge des angenehmen Lebens“ nach. Er schreibt uns, dass es sich bei dem 100 Meter – Bötchen um „PI“, der 2025 vom Stapel gelaufenen Yacht des Milliardärs und ehemaligen CEO von Starbucks handelt. Danke für deine schnelle Antwort Ricard! 😄👍
Wir beschäftigen uns aber nicht weiter mit dem 100 Meter – Bötchen, denn trotz eines aufklappbaren Bug-Laderaums für ein Beiboot und Raum für 14 Gäste in 7 Kabinen und einer Besatzung von 18 Mann ist die Geschwindigkeit von rounabout 18 Knoten (33 km/h) indiskutabel lahm. Überhaupt gibt es widersprüchliche Infos zur Yacht. Scheiß drauf – cooles Bötchen, nur zu lahm. 😄
Selecto Chedraui
Vor unserem Lieblings-Supermarkt, dem Selecto Chedraui, wird der große Verteilerkreis gerade umgebaut. Es sieht so aus, als wird die Straße zwischen Cabo San Lucas und dem Flughafen Los Cabos eingehaust, das heißt, unter dem Verteilerkreis hindurchgefürt. Hier wird wenigstens noch an allen Ecken und Enden gebaut – so wie in D. früher. 😅
Aber immerhin ist das Sortiment im Supermarkt das Gleiche, hochwertige geblieben. Gut so, wir sind Spießer, wir stehen auf Beständigkeit.
Und sonst so?
Na ja, ansonsten kümern wir uns um Kleinigkeiten, die unser Leben in Mexiko zementieren, wie zum Beispiel unsere mexikanischen Telefonnummern, die wir uns jetzt endlich mal zulegen und eine gesunde Hautfarbe, damit wir nicht immer schon von weitem als Gringos geoutet werden können – zumindest bis wir den Mund aufmachen, aber daran wird als nächstes gearbeitet. 😄
Wir hängen also ein bisschen am Strand ab und besuchen unsere Lieblingsrestaurants, wie das Vera-Neo mit seiner unvergleichlichen Atmosphäre und wahnsinnig leckerem Essen oder das Restaurant Tacos Nene, mit Live-Musik und den leckeren Beef Tortas in der Pappnasen-Spezial-Version mit weniger Fleisch, dafür (viel) mehr Queso – äh Käse. 😄
Zu unserem nur wenige Minuten entfernten Lieblingsstrand Cabo del este am schönen Villen-Örtchen Laguna Hills, in dem sich auch das tolle Restaurant Vera-Neo befindet, mussten wir eine doofe Veränderung notieren: zu Anfang des Jahres haben wir hier oft gesessen und vom sanft abfallenden Strand aus die vorbeiziehenden Wale beobachtet. Zu lesen hier und hier. Unglücklicherweise hat in unserer Abwesenheit jemand geschlampt und der sanft abfallende Badestrand hat sich in einen nicht mehr so sanft abfallenden, Badestrand mit ziemlich wilder Brandung verwandelt. 😳😏 Ob es eine Sturmflut gegeben hat, der Teile des Sandes ins Meer gespült hat und dadurch die Brandung verändert hat, müssen wir mal in Erfahrung bringen. Wie auch immer, Strände gibt es hier mehr als genug. Geile Gegend. 😍
Halt! Eine Sache gibt es noch zu erzählen. Im Tacos Nene haben die Besitzer gewechselt. Einer der neuen Inhaber ist Patricio, der eigentlich in Madrid lebt und mit einer Südamerikanerin verheiratet ist, oder so. Wir bekommen das nicht mehr so richtig zusammen, weil er uns das erzählt hat, während er uns leicht bis mittelmässig angetrunken umarmt hat. 😂 Egal, lustig ist er auf jeden Fall und seine Kinder sind niedlich. Und über unseren ersten „Dias de Muertos“ erzählen wir im nächsten Post…