Zwei (drei) Pappnasen auf der Pyramide Nohoch Mul
Warum nur? 😩😅
Wir waren schon am 29. September in Coba. Jaaaa, wir hängen ETWAS hinterher… 😅 Jeder kennt Chichén Itzá auf der Halbinsel Yucatán, México. Fast jeder weiß, dass Chichén Itzá eines der neuen sieben Weltwunder der Moderne ist. Wenige wissen, dass die berühmte Kukulcán-Pyramide (auch El Castillo genannt), die jeder vor Augen hat, wenn er an Chichén Itzá denkt, nichtmal die höchste Pyramide Yucatáns ist.
Die höchste Pyramide Yucatáns steht in Coba
Man stelle sich eine 42-45 Meter (je nachdem, ob eine Frau oder ein Mann misst) hohe, sehr steile Pyramide im subtropischen Klima, mitten im Urwald, bei hoher Luftfeuchtigkeit und Temperaturen von 30 Grad und mehr vor – wäre es nicht eine total bescheuerte Idee, da hoch klettern zu wollen?
Jip, isses. Wenn man allerdings die Pappnasen fragt, werden sie das für eine echt coole Idee halten und plappern irgendwas mit „Aussicht“, kurz bevor sie sich gegenseitig an die quitschenden Pappnasen packen und sogleich die Nohoch Mul Pyramide im archäologischen Gelände von Coba besteigen.
Fragt man die beiden Pappnasen allerdings gefühlte, qualvolle 8 Stunden bzw. 120 Stufen später, hat ihre Meinung zu dieser Besteigung bereits eine baerboksche 360 Grad – Wende eingelegt. 😅
Warum machen wir so einen Scheiß bloß?
Nach ein paar Minuten des Überlegens, hat die große Pappnase entschieden, dass Luis, unser Freund aus Chihuahua schuld ist. 😋 Bei unserem letzten Besuch in Coba, im Jahr 2021, war der Aufstieg auf die Pyramide nicht erlaubt. Vermutlich lauerte eine besonders heimtückische Variante des berühmten Virus dort oben und hätte jeden Besteigendendenden:innen auf der Stelle hingerafft. Vielleicht lag es aber auch nur an der fehlenden Holz-Treppe. Wie auch immer: im Nachhinein betrachtet, hätten wir lieber unsere 5 Jahre jüngeren Pappnasen-Ichs da hoch geschickt. 😅
Und wir schwören bei Gott: sollte der hübschen Pappnase Tochter und ihr Freund Ende Oktober hier aufschlagen, setzen wir uns unten am Fuß der Nohoch Mul Pyramide unter einen Baum und gucken den beiden grinsend bei ihrer Erstbesteigung zu, um ihnen von unten mit ein paar kühlen Getränken zuzuprosten. 😂
Nachdem wir die Archäologische Stätte Coba verlassen haben, haben wir innerhalb von 500 Metern erstmal ZWEI Restaurants besucht und etwas gegessen oder/und getrunken. Der Grund: Im ersten Restaurant, dem El Cocodrilo gab es kein Bier! 😳 Na gut, vielleicht war auch die Schaukel und die „COBA“ -Buchstaben vor dem Eingang des zweiten Restaurants, dem Chile Picante der Hauptgrund für den Besuch des zweiten Restaurants. 😁
Das El Norteño Taco und Chalino Sánchez
Nachdem wir wieder zurück in Tulum waren, wollte uns Luis das El Norteño Taco, ein Restaurant mit Tacos aus dem Norden Méxicos zeigen. Luis stammt aus Chihuahua, dem Bundesstaat an der Grenze zu den USA. Und er sagte, dass die Tacos aus dem Norden die besseren Tacos sind. Und irgendwie scheint er recht zu haben, die Ribe Eye Tacos waren hervorragend. Wir lernten Luis letztes Jahr im besten Burrito Restaurant der Welt kennen, dem Burrito Amor. Er sprach uns in gebrochenem Deutsch an und wir freundeten uns an.
Im El Norteño Taco erzählt uns Luis auch die tragische Geschichte von Chalino Sánchez, der bei einem Konzert auf der Bühne einen Zettel mit einer Mordankündigung erhielt und das Konzert trotzdem beendete. 😅 Es gibt zwei Versionen für den Grund seiner Hinrichtung: Luis sagte uns, dass Chalino Sánchez eine Affäre mit der Freundin eines Kartell-Bosses hatte, während eine andere Geschichte den Mord damit begründet, dass dem Kartell die Lieder von Chalino Sánchez missfielen, in denen er die Kartelle besingt. Welche Geschichte wahr ist, ist eigentlich egal. Chalino Sánchez muss ein cooler Typ gewesen sein, denn nicht nur seine Reaktion auf den Zettel ist beachtlich, sondern auch die Tatsache, dass er einen ersten Anschlag während eines Konzerts beantwortete, indem er von der Bühne aus zurückfeuerte. 😅
Nach dem El Norteño Taco legten wir drei uns erstmal müde und satt an den Pool unseres Apartments, bevor wir am Abend dann zu zwei Restaurants gingen, die uns Luis noch zeigen wollte. Bei dem einen, dem Clamateria La Chila, wollte er uns ein typisches, mexikanisches Getränk vorstellen – eine Clamato bzw. Michelada. Aber darüber und über das andere Restaurant, dem La Guarida machen wir mal einen eigenen Post – sie haben es sich verdient. 😄