Unsere erste gemeinsame Reise. Spontan. Kurzentschlossen. Typisch. Damals reisten wir noch ohne Pappnasen und doch hatten wir viel Blösinn im Kopf und sogar schon unser heutiges Ritual der Hotelzimmer-Bild-Widmung „erfunden“.
Unsere erste gemeinsame Reise. Spontan. Kurzentschlossen. Typisch. Damals reisten wir noch ohne Pappnasen und doch hatten wir viel Blösinn im Kopf und sogar schon unser heutiges Ritual der Hotelzimmer-Bild-Widmung „erfunden“.
Sechs Stunden Flug, Zwei Stunden Zeitverschiebung. Tausend Schmetterlinge im Bauch. Der A380 ist ein beeindruckendes Flugzeug. Man glaubt bis er tatsächlich abhebt nicht, dass dieser Klotz fliegen kann. 😅
Zum Glück war der Service während des Fluges klasse und das Entertainmentsystem bot jede Menge Abwechslung – wir waren schon echt Aufgeregt. Wir waren beide noch nie in Dubai und hatten keine Ahnung, was uns erwarten würde.
Gegen 0:30 Uhr Ortszeit verließen wir den Flughafen und als sich die großen Glasschiebetüren vor uns öffneten, hatten wir das Gefühl, jemand haut uns ein riesengroßes, feucht-heißes Handtuch ins Gesicht – ein Gefühl, dass wir während unseres Urlaubs jedesmal hatten, wenn wir von den klimatisierten Taxis & Gebäuden ins Freie traten. Echt krass.
Wir fuhren mit einem kleinen Van ins knapp 30 km entfernte Adjman, wo unser Hotel lag. Dort hatte man ursprünglich ein Zimmer im 5. Stock für uns vorgesehen, wir wollten jedoch so hoch wie möglich und so landeten wir dann in einem unglaublich schönen Zimmer im 11. Stock mit toller Aussicht auf die beleuchteten Pools.
Barcelona war der Geburtstags-Trip für die hübscheste Pappnase. Nachdem unser erster gemeinsamer Urlaub in Dubai so schön war und wir Gefallen am gemeinsamen Reisen gefunden hatten, war es fast schon logisch, dass wir zur nächsten Gelegenheit wieder op Jöck gehen wollen.
Und diese Gelegenheit bot sich nur wenige Wochen nach unserem Dubai-Trip anlässlich des Geburtstags der hübschesten Pappnase. So sprangen wir also am 28.10.2017 ins Auto und machten uns auf den Weg nach Eindhoven. Wir übernachteten eine Nacht im NH Hotel Koningshof und ließen uns morgens früh mit dem Taxi zum nahegelegenen Flughafen fahren. Am Sonntag, den 29.10.2017 um 7:05 Uhr starteten wir dann nach Barcelooona. (Bitte den Song dazu denken 😋)
Nach zwei Stunden Flug landeten wir in Barcelooona (bitte den Song dazu denken 😋), schnappten uns ein Taxi und düsten ins „Grupotel Gran Via 678“ – im Zentrum von Barcelooona (bitte den Song dazu denken 😋). Das Hotel war toll und würden es glatt wieder besuchen (wir erinnern uns lediglich schwach an kleinere „Probleme“ mit dem Bett… 😋).
Da wir nur zwei volle Tage in Barcelooona (du weißt schon… 😋) hatten, stürzten wir uns auch gleich ins Getümmel, um die Stadt zu entdecken.
Zunächst stolperten wir vor unserem Hotel in unsere erste gemeinsame Demo – diesmal noch passiv. 😋 Hintergrund war eine Sezession Kataloniens von Spanien.
Wir schlenderten zuerst in der näheren Umgebung herum, bevor wir eine Sightseeing-Tour mit einem Hop on, hop off – Bus unternahmen, um uns einen Überblick über Barcelooona (😋) zu verschaffen. Sehr schön war der Parc Güell, wo wir unter anderem einen Künstler mit Riesen-Seifenblasen bestaunten und Salamander-Schlüsselanhänger kauften.
Die Sagrada Familia haben wir uns geschenkt. Zu viele Menschen, unendliche Schlangen und zu wenig Zeit. Beim nächsten mal dann…
Wir hatten wohl nur Augen füreinander und haben noch viel zu wenige Fotos gemacht, aber gegen Abend landeten wir irgendwie am „Barceloneta Beach“, wo wir im Sand sitzend die noch warme Sonne genießen konnten. Als wir den Strand hinunter schlenderten, fanden wir an der Strandpromenade ein hippes Restaurant im Orient-Style, wo wir ein paar Drinks und einen Hamburger aus Kobe-Fleisch nahmen, der genauso einfach und ohne Schnick-Schnack, wie unfassbar lecker war.
Damit und mit einem knapp 4km langem Spaziergang zurück zum Hotel endete der erste Tag in Barcelooona (😋) auch schon.
Hotel Eindhoven
Hotel Barcelona
Mega Kobe-Burger gegessen
Man kann sich in Barcelona viel ansehen. Unser Problem: wir haben nicht mehr viel Zeit. Genau genommen nur noch diesen Tag, denn morgen früh geht schon unser Flieger.
Also schnappen wir uns einen sehr sympathisch wirkenden Rikscha-Fahrer, der witzigerweise auch noch aus Bayern kommt und lassen uns auf den „Montjuïc“, den westlich gelegenen Berg Barcelonas fahren. Wir haben nicht gewußt, was wir unserem Rikscha-Bayern damit antun… 😅
Tapfer und durch unsere Anfeuerungsrufe motiviert, tritt er uns den steilen Berg hinauf bis zur Festung Montjuïc. Auf dem Weg zur Festung stoppen wir an der „Anella Olímpica“, dem Stadion der Olympischen Sommerspiele 1992. Noch schnell ein Selfie und dann kann unser Bayer mit den strammen Waden die Abfahrt ins Tal genießen. 😅
Wir nehmen hinab ins Tal die „Telefèric del Puerto“, die Seilbahn, die uns in bis zu 70m Höhe gemütlich hinunter in den Hafen bringt. Coole Sache – lohnt sich!
Weil die Temperaturen in Barcelona selbst Ende Oktober noch ziemlich warm sind und uns das Anfeuern unseres tapferen Bayerns echt angestrengt hat (😋), zischen wir auf der Terrasse des Telefèric del Puerto, dem Restaurant „Terraza Miramar“ erstmal ein paar Drinks und genießen die tolle Aussicht.
Im Hafen angekommen, schlendern wir weiter zum Denkmal „Monument a Colom“, einem Denkmal für Christoph Kolumbus, das in Richtung USA zeigt – yeah! 🤠🇺🇸. Natürlich fahren wir auch hoch zur Aussichtsplattform in 60 Metern Höhe.
Weiter geht es über die Flaniermeile „La Rambla“. Den „Mercat de la Boqueria“, die berühmte Markthalle an der La Rambla, verlassen wir nach wenigen Minuten wieder wegen: zu voll.
Wir streifen vor allem Abseits der La Rambla durch die schönen kleinen Gässchen der Altstadt und landen zufälligerweise natürlich auch in einem Desigual Shop… 😄
Langsam bricht der Abend an und wir finden ein gemütliches Restaurant, wo wir den tollen Tag und unseren Kurztrip ausklingen lassen, bevor wir uns vorbei am „Plaça de Catalunya“ auf den Weg zum Hotel und vor allem zu unserem Bett machen.
Barcelona ist toll. Eine geile Stadt. Unbedingt eine Reise wert. Vielleicht kommen wir wieder her – dann gerne auch ein paar Tage länger.
Austragungsort der Olympiade 1992
Festung
Seilbahn über den Hafen
Kolumbus-Denkmal
Flaniermeile
Berühmte Markthalle
Schöner Platz mit Brunnen
Frauen... 😋
Restaurant mit Dachterrasse
Dienstag, der 23. Oktober 2018. In der Flimmerkiste läuft unsere Lieblingsserie „Sex and the City“. In der Szene sieht man die 66 Perry Street im Greenwich Village NewYork, die Straße, in der Carrie wohnt. Wie so oft seufzen wir wie im Chor: „Hach, wir müssen mal nach New York“.
Plötzlich zieht die große Pappnase einen Reiseführer von New York unter dem Sofakissen hervor und drückt ihn der hübschesten Pappnase in die Hände: „Happy Birthday Kleines!“. Im Reiseführer stecken drei Flugtickets nach New York…
Wir landen zwei Tage später, am 25. Oktober 2018 in Newark, auf der anderen Seite des Hudson Rivers. New Yorks Skyline ist allgegenwärtig. Wir sehen sie vom Rollfeld und durch die vollverglasten Wände der Immigration-Halle im Flughafen. Wir können den Blick kaum abwenden – New York hat uns schon in seinen Bann gezogen.
Wir fahren mit dem AirTrain in wenigen Minuten nach Manhattan zur Penn Station unterhalb des Madison Square Garden. Um ca. 16:12 Uhr Ortszeit betreten wir zum ersten Mal die Straßen von New York. Was dann passierte, sind die New Yorker wohl schon gewohnt, denn spielerisch und ohne Murren liefen sie an den drei Touristen vorbei, die samt Rollkoffer wie erschlagen im Ausgang der Bahnstation stehen bleiben. Totale Reizüberflutung. Die Geräusche. Die in den strahlend blauen Himmel aufragenden Hochhäuser. Die umherwuselnden Menschen. Die Gebäude. Die Gerüche der naheliegenden Restaurants. Die gigantischen Werbetafeln an den Fassaden. Erwähnten wir schon die Gebäude? Wir sind schon jetzt erschlagen. Mit halboffenen Mündern gehen wir auf die West 33rd Street zu und aus „halboffen“ wird schlagartig sperrangelweit offen, denn keine 500 Meter entfernt ragt DAS Wahrzeichen New Yorks in den Himmel – das Empire State Building. Emotionen pur. Davon haben – zumindest die beiden großen Pappnasen – schon ihr Leben lang geträumt.
Die Koffer noch hinter uns her ziehend und von den Eindrücken gefangen laufen wir zur „230 Fifth“ Rooftop Bar. Im 22. Stock nehmen wir ein paar Drinks, genießen das Wetter und die Aussicht auf das Empire State Building. Langsam realisieren wir, dass wir wirklich in New York sind.
Nach ein paar Drinks und vielen Selfies machen wir uns am späten Nachmittag auf den Weg zu unserem knapp 2,5 km entfernten Hotel. Über den Broadway schlendern wir vorbei an Macy’s, Victoria’s Secret und dem Hard Rock Cafe zum Novotel am Times Square. Nach dem Check in bringen wir nur kurz unser Gepäck aufs Zimmer und sind schon wieder geplättet – was für eine Aussicht! Wir blicken auf die vielen bunt flackernden Werbetafeln des Times Square.
Kurze Zeit später tauchen wir ein in das pulsierende Leben am Times Square. Wenn man es noch nicht erlebt hat, kann man sich wohl nur schwer vorstellen, wie hell eine Stadt nachts sein kann. Wir essen noch einen Burger in einem Restaurant am Times Square und liegen wenig später erschöpft von der Anreise und überwältigt von den Eindrücken im Bett.
Wie beginnt man einen Tag in New York möglichst stilecht? Rrrrröchtöch, mit einem Bagel. Am besten in einem der vielen kleinen Cafes. In unserem Fall war es das „Pick A Bagel“ – sehr sehr sehr empfehlenswert! Frisch gestärkt machen wir uns auf den Weg zu einem Fahrradverleih in der West 55th Street und „stolpern“ an der Ecke zur 6th Street über die LOVE – Skulptur des amerikanischen Künstlers Robert Indiana. Es folgten die unvermeintlichen Touri-Fotos. 😄
Nur wenige Meter weiter leihen wir uns dann drei Fahrräder, um den Central Park zu erkunden. Ist es nicht komplett irre, mit dem Fahrrad durch New York zu fahren? Nein. Wir können gar nicht glauben, wie unglaublich rücksichtsvoll die PKW-Fahrer trotz des dichten Verkehrs sind. Fahradfahren in New York? Unserer Meinung nach ein klares: Ja!
Nach der Rückgabe der Räder machen wir uns auf den Weg zum „Top of the Rock“, der Aussichtsplattform auf dem Rockefeller Center. Zunächst müssen wir natürlich erst beim nahegelegenen, legendären Geschäft von Tiffany & Co. vorbei. Frauen… 😅
Leider bekommen wir keine einfachen Tickets für die Aussichtsplattform des Rockefeller Centers. Also nehmen wir an einer geführten Tour durchs und um das Rockefeller Center mit. Etwas teuer, aber durchaus ein launiges Unterfangen. Vermutlich hätten wir sonst nie erfahren, dass die nahegelegene „St. Patrick’s Cathedral“ ein Abklatsch des Kölner Doms ist – wenn auch etwas kleiner. Wenn man es weiß, ist die Ähnlichkeit durchaus erkennbar.
Weiter gehts mit einem Hop on Hop off – Bus. Wir entscheiden uns für die Downtown Tour, die uns auch vorbei am berühmten „Flat Iron Building“ führt.
Die Zeit verfliegt in rasendem Tempo. Wir laufen im Durchschnitt 12 Kilometer täglich. In New York sollten die Tage mindestens 48 Stunden haben, um alle Sehenswürdigkeiten in einem Jahr schaffen zu können. Was für eine atemberaubende, lebendige Stadt! 😅
Am späten Nachmittag wechseln wir das Hotel. Es geht vom Times Square zum knapp 4 Meilen entfernten „Hilton Millenium Downtown“ im Financial District, direkt gegenüber des One World Trade Centers, am Ground Zero. Zunächst bekommen wir ein Zimmer mit Blick auf den Oculus und dem One World Trade Center. Eigentlich ist das einer der beeindruckensten Aussichten, die man in New York wohl haben kann, deshalb hat man uns vermutlich auch für total verrückt gehalten, als wir darum bitten, lieber ein Zimmer mit Blick in genau die entgegengestzte Richtung zu bekommen. 😅 Der Grund ist ganz einfach: So haben wir den Blick auf die Brooklyn Bridge, eine Brücke, die für die beiden großen Pappnasen eine ganz besondere Brücke werden sollte…
Als wir das Zimmer gewechselt haben, zieht es uns wieder raus, auf die Straßen New Yorks. Wir essen in einem sehr schönen, kleinen Pub/Restaurant/What ever mit toller Aussicht auf die Wall Street, schlendern vorbei an der „Trinity Church“ unter der in einem unserer Lieblingsfilme, dem Film „Das Vermächtnis der Tempelritter“ ein gewaltiger Schatz liegt, zum Whitehall Terminal, von wo aus wir rüber nach Staten Island und sofort wieder zurück fahren – nur um der Freiheitsstatue möglichst nahe zu kommen. 😅
Ziemlich erschöpft und mit dicken Füßen laufen wir über den südlichen Teil des Broadways, auf dem „Canyon of Heroes“ in dessen Boden die Daten der berühmten Paraden eingelassen wurden. Jeder kennt die Bilder von den Konfetti-Paraden, zum Beispiel für die Besatzung der Apollo 11 Mission. Am Hotel angekommen, wollen wir uns noch eine Pizza holen, müssen aber feststellen, dass die Stadt, die angeblich niemals schläft, zumindest im Financial District doch ganz schön verpennt ist, denn wir bekommen rund um unser Hotel nirgendwo mehr etwas zu essen. 😳
Standort bis 2019
Aussichtsplattform Rockefeller Center
Kölner Dom - Wannabe
Mehr als nur ein Bahnhof
Fähre nach Staten Island
Man hört oft, die Amerikaner seien oberflächlich und unhöflich. Das können wir auf gar keinen Fall bestätigen. Wir haben schon gleich auf unserer ersten USA-Reise Erlebnisse, die wir uns so in Deutschland nicht vorstellen können – aber dazu gleich mehr.
Unser erstes Ziel gilt dem weltberühmten „American Museum of Natural History“ – und verdammt, es hat seinen Ruf wahrlich verdient! Also zumindest der Teil, den wir besuchen können, denn leider hat das Museum gegen Mittag für die großen Besucher schon geschlossen, um für die Kids eine Halloween-Veranstaltung zu geben. Als wir das Schild am Eingang sehen, sind wir schwer enttäuscht, denn morgen müssen wir die coolste Stadt der Welt schon wieder verlassen. 🥺
Naja, die kleinste und die hübscheste Pappnase wollen wenigstens nochmal schnell zur Toilette und schon in der Eingangshalle empfängt uns ein 10 Meter hohes Dinosaurier-Skelett. Irre. Die große Pappnase kommt – während er vor den Toiletten auf die Mädels wartet – mit einer Wächterin des Museums ins Gespräch, die einen Zugang zu den Haupthallen des Museums bewacht. Er erzählt ihr, dass wir aus Deutschland kommen, wie großartig wir New York finden und dass er die Reise seiner hübschen Pappnase zum Geburtstag geschenkt hat. Während er noch mit der Wächterin spricht, kommen die Mädels von der Toilette und plötzlich öffnet die Wächterin den Verschluss des Seils, mit dem der Zugang zum Museum verschlossen ist, macht eine ausladende Bewegung mit ihrem Arm, deutet in den nun offenen Durchgang und sagt zur hübschesten Pappnase: „This is my birthday present for you, welcome to New York!“.
Wir sind erschlagen und können das gar nicht glauben. Selbst als wir den Durchgang betreten schauen wir sie noch unsicher an. Sie lächelt. Wir lächeln mit feuchten Augen dankbar zurück.
Unser nächstes Ziel gilt dem Ground Zero. Auf dem Weg dorthin kommen wir am Macy’s vorbei und natürlich können wir das nicht auslassen! Die kleinste Pappnase wollte sich NIKEs aus den USA mitbringen. 😅
NATÜRLICH ist das Macy’s nicht mit einem deutschen Kaufhaus zu vergleichen. Alles ist größer, bunter und toller dekoriert. Fasziniert waren wir von den historischen Holzrolltreppen von OTIS. In der Schuhabteilung dann der nächste Moment, der alle Vorurteile über die Freundlichkeit der Amerikaner pulverisiert – sieh dir einfach das Video oben an.
Der Ground Zero, oder auch 9/11 Memorial genannt, ist zumindest für uns große Pappnasen sehr bedrückend. Die Bilder in unseren Köpfen haben sich unvergessbar in unsere Erinnerung gebrannt. Schon der frei Zugängliche Bereich mit den Tafeln der tausenden Getöteten um die Wasserfälle, die die Umrisse der ehemaligen Zwillingstürme symbolisieren, lässt uns andächtig werden. Aber es gibt auch ein unter der Oberfläche liegendes Museum und das ist genauso, wie man es in den USA erwarten würde – beeindruckend. Man kann es nur schwer in Worte fassen, man sollte es mal selbst erlebt haben. Selbst die kleine Pappnase war sichtlich beeindruckt.
Wir verlassen das Museum erst einige Stunden später und es ist als will uns New York sagen: „Hey, lasst uns der Verstorbenen gedenken, aber das Leben feiern!“, empfängt uns die Stadt am Museums-Ausgang mit dem typischen Lichtermeer.
Wir wollen in den Geburtstag der hübschesten Pappnase hereinfeiern und wo kann man das in New York besser, als auf der Spitze des Empire State Buildings? Eigentlich kommen wir rechtzeitig am Eingang an, doch die Tickets gibt es auf der anderes Seite des Gebäudes. Plötzlich wird die Zeit knapp und es heißt: RENNEN! 😅
Zurück am Eingang heißt es noch schnell die Sicherheitskontrolle zu bestehen und mit einem der Aufzüge nach oben zu rasen. Knapp siebeneinhalb Minuten vor 0:00 Uhr EST kommen wir auf der Aussichtsplattform an und wir sehen…
NICHTS! 😳😂
Na gut, vielleicht ist „NICHTS“ ein bisschen übertrieben, aber die Spitze des Empire State Buildings liegt im Nebel und so können wir die faszinierende Stadt zu unseren Füßen leider nur erahnen. Aber egal, als echte Pappnase lässt man sich sich durch solche Widrigkeiten nicht die Laune verderben, also zücken wir das Handy und zählen kurz vor Mitternacht zum Soundtrack unseres Trips von zehn runter und knutschen die Geburtstags-Pappnase ins neue Lebensjahr. 🥰
Unser letzter Tag in der tollsten Stadt der Welt begrüsst uns mit einem schönen Sonnenaufgang. Bestes Oktober-Geburtstagswetter. Unser Flug geht erst gegen 19:00 Uhr, also haben wir noch Zeit, die zweitwichtigste Mission unseres Trips zu erfüllen: Ein Liebesschloss an die Brooklyn Bridge hängen.
Auch wenn es die Stadt New York aus guten Gründen nicht so gerne sieht, haben wir uns vor unserer Abreise auf letzter Rille noch ein Schloss gravieren lassen. Romantic first! 😋
Mit schweren Herzen packen wir unsere Koffer, immer wieder unterbrochen von sehnsuchtsvollen Blicken hinaus auf die Stadt. Wir verewigen uns noch schnell auf der Rückseite des über unseren Betten hängenden Bildes und kurz darauf ziehen wir schon die Tür unseres Hotelzimmers ins Schloss.
Unser erstes Ziel gilt dem nahegelegenen „One World Trade Center“, das mit 541 Metern Höhe höchste Gebäude der USA und der westlichen Hemisphäre. Wir haben uns schon gedacht, dass die Aussichtsplattform eine Show ist, aber die Fahrt mit dem Aufzug ist schon ein Hit! Knaller. Die Amis spinnen… 😅👍
Wir bleiben knapp eine Stunde auf der Aussichtsplattform, bevor wir uns auf den Weg zur Brooklyn Bridge machen.
Unser Weg führt uns quer durch die Wall Street/den Financial District zum Pier 11, von wo aus wir mit der Fähre zur Anlegerstelle „Dumbo“, einem hippen Stadtteil von Brooklyn fahren. Die kleinste und die längste Pappnase stellen für eine österreichische Bekannte ein Foto nach, die mit ihrem Vater vor vielen Jahren an der gleichen Stelle ein Foto gemacht hat. Vorbei am aus vielen Filmen bekannten Jane’s Carousel, schlendern wir durch die Gassen vom Dumbo, bis wir auf eine Pizzeria stossen, die irgendwie zu flüstern schien: „Kommt herein, kommt herein!“. Was will man da machen…? 😋
Wir gaben also nach, bestellten uns eine Pizza und… Uns. Zog. Es. Die. Schuhe. Aus! Verdammte Axt, was für eine Pizza! 😃😍🤩🥳 (Man erkennt an den Emojis hoffentlich unsere Begeisterung?)
Wir hätten es uns ja eigentlich schon denken können, denn an einer Wand hingen zwei handbemalte Servietten von einem offensichtlich begeisterten Kunden und draußen vor der Tür bildet sich eine Schlange wartender Gäste – wir haben wohl auch ein gutes Timing.
New York macht es uns eh schon sehr sehr schwer, wieder nach Hause zu fahren, aber musste DAS jetzt auch noch sein? Wer will denn schon weg, wenn er gerade die (mindestens!) beste Pizzeria der Welt entdeckt hat? Beim Verlassen der Pizzeria sehen wir, wie der Manager oder Besitzer kleine Pizza-Ecken an die geduldig draußen wartenden Kunden verteilt – Business können die Amis halt.
Wir machen uns auf den Weg zur nahegelegenen Brooklyn Bridge. Genau genommen liegt das Juliana’s quasi unter der Brooklyn Bridge. Nach ein paar Minuten und ebenso vielen Fotos kommt der romantische Teil unseres Trips: Das höchst verbotene, illegale und brandgefährliche Anbringen unseres Liebesschlosses. Ein Foto als Erinnerung, eine Gedenkminute und schon flüchten wir vom Ort des Verbrechens in Richung Manhattan.
An der Frankfort/Gold Street verlassen wir die Brooklyn Bridge und gehen zum Pier 17, um den Schlüssel unseres Liebesschlosses im East River zu versenken.
Über die schöne, historische Fulton Street machen wir uns auf den Weg zurück zum Hotel, um unsere Koffer abzuholen.
Zum Glück liegt die U-Bahn-Station „Path“ direkt im direkt gegenüberliegenden „OCULUS“, damit wir nicht viel Zeit haben, uns eine Ausrede einfallen zu lassen, um NICHT von New York weggehen zu müssen. 😅
So einfach sich die Fahrt vom Airport Newark nach Manhattan gestaltete, so schwierig ist es, die richtige Verbindung zurück zu finden. Oooooder: New York will uns was sagen…?! Wie auch immer, wir stehen ziemlich ratlos in der Newark Penn Station und suchen den Zug, der uns zum Flughafen bingen soll. Zu allem Übel drängt mittlerweile die Zeit etwas, also gehen wir zu einer Dame in einem Schalter und fragen sie, ob sie uns weiterhelfen kann.
Und jetzt der Hammer – sie erklärt uns den Weg nicht einfach, sie kommt aus ihrem Schalter heraus und führt uns persönlich quer durch den riesigen Bahnhof bis auf das Gleis, direkt zum schon wartenden SkyTrain. 😳😍 Während sich die Türen des Zugs schliessen, winken wir ihr zu, sie winkt zurück. Unglaublich.
Um ca. 19:00 Uhr hebt unser Flugzeug in Newark ab. Und mit ihm drei Pappnasen, die sich tödlichst in New York, die unfassbar geilste Stadt des Universums verliebt haben. Wir haben uns die Füße platt gelaufen, haben nicht viel geschlafen und die große Pappnase wird sich den Ärger des Vaters der kleinsten Pappnase zuziehen, aber diesen Trip würden wir für kein Geld der Welt missen wollen.
Beste Pizza aller Zeiten ♥️