New York City
Tag 3
Man hört oft, die Amerikaner seien oberflächlich und unhöflich. Das können wir auf gar keinen Fall bestätigen. Wir haben schon gleich auf unserer ersten USA-Reise Erlebnisse, die wir uns so in Deutschland nicht vorstellen können – aber dazu gleich mehr.
Unser erstes Ziel gilt dem weltberühmten „American Museum of Natural History“ – und verdammt, es hat seinen Ruf wahrlich verdient! Also zumindest der Teil, den wir besuchen können, denn leider hat das Museum gegen Mittag für die großen Besucher schon geschlossen, um für die Kids eine Halloween-Veranstaltung zu geben. Als wir das Schild am Eingang sehen, sind wir schwer enttäuscht, denn morgen müssen wir die coolste Stadt der Welt schon wieder verlassen. 🥺
Naja, die kleinste und die hübscheste Pappnase wollen wenigstens nochmal schnell zur Toilette und schon in der Eingangshalle empfängt uns ein 10 Meter hohes Dinosaurier-Skelett. Irre. Die große Pappnase kommt – während er vor den Toiletten auf die Mädels wartet – mit einer Wächterin des Museums ins Gespräch, die einen Zugang zu den Haupthallen des Museums bewacht. Er erzählt ihr, dass wir aus Deutschland kommen, wie großartig wir New York finden und dass er die Reise seiner hübschen Pappnase zum Geburtstag geschenkt hat. Während er noch mit der Wächterin spricht, kommen die Mädels von der Toilette und plötzlich öffnet die Wächterin den Verschluss des Seils, mit dem der Zugang zum Museum verschlossen ist, macht eine ausladende Bewegung mit ihrem Arm, deutet in den nun offenen Durchgang und sagt zur hübschesten Pappnase: „This is my birthday present for you, welcome to New York!“.
Wir sind erschlagen und können das gar nicht glauben. Selbst als wir den Durchgang betreten schauen wir sie noch unsicher an. Sie lächelt. Wir lächeln mit feuchten Augen dankbar zurück.
Unser nächstes Ziel gilt dem Ground Zero. Auf dem Weg dorthin kommen wir am Macy’s vorbei und natürlich können wir das nicht auslassen! Die kleinste Pappnase wollte sich NIKEs aus den USA mitbringen. 😅
NATÜRLICH ist das Macy’s nicht mit einem deutschen Kaufhaus zu vergleichen. Alles ist größer, bunter und toller dekoriert. Fasziniert waren wir von den historischen Holzrolltreppen von OTIS. In der Schuhabteilung dann der nächste Moment, der alle Vorurteile über die Freundlichkeit der Amerikaner pulverisiert – sieh dir einfach das Video oben an.
Der Ground Zero, oder auch 9/11 Memorial genannt, ist zumindest für uns große Pappnasen sehr bedrückend. Die Bilder in unseren Köpfen haben sich unvergessbar in unsere Erinnerung gebrannt. Schon der frei Zugängliche Bereich mit den Tafeln der tausenden Getöteten um die Wasserfälle, die die Umrisse der ehemaligen Zwillingstürme symbolisieren, lässt uns andächtig werden. Aber es gibt auch ein unter der Oberfläche liegendes Museum und das ist genauso, wie man es in den USA erwarten würde – beeindruckend. Man kann es nur schwer in Worte fassen, man sollte es mal selbst erlebt haben. Selbst die kleine Pappnase war sichtlich beeindruckt.
Wir verlassen das Museum erst einige Stunden später und es ist als will uns New York sagen: „Hey, lasst uns der Verstorbenen gedenken, aber das Leben feiern!“, empfängt uns die Stadt am Museums-Ausgang mit dem typischen Lichtermeer.
Nächster Halt: Das Empire State Building
Wir wollen in den Geburtstag der hübschesten Pappnase hereinfeiern und wo kann man das in New York besser, als auf der Spitze des Empire State Buildings? Eigentlich kommen wir rechtzeitig am Eingang an, doch die Tickets gibt es auf der anderes Seite des Gebäudes. Plötzlich wird die Zeit knapp und es heißt: RENNEN! 😅
Zurück am Eingang heißt es noch schnell die Sicherheitskontrolle zu bestehen und mit einem der Aufzüge nach oben zu rasen. Knapp siebeneinhalb Minuten vor 0:00 Uhr EST kommen wir auf der Aussichtsplattform an und wir sehen…
NICHTS! 😳😂
Na gut, vielleicht ist „NICHTS“ ein bisschen übertrieben, aber die Spitze des Empire State Buildings liegt im Nebel und so können wir die faszinierende Stadt zu unseren Füßen leider nur erahnen. Aber egal, als echte Pappnase lässt man sich sich durch solche Widrigkeiten nicht die Laune verderben, also zücken wir das Handy und zählen kurz vor Mitternacht zum Soundtrack unseres Trips von zehn runter und knutschen die Geburtstags-Pappnase ins neue Lebensjahr. 🥰