Wir sind jetzt in Mexiko keine Touristen mehr…
In Mexiko gibt es Ivermectin ganz einfach in der Apotheke zu kaufen - Montags sogar noch günstiger.
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Der heutige Tag ist schnell in Worte gefasst. Früh aufstehen, nach Cancun fahren, den Mietwagen (mit 2265 gefahrenen Kilometern) abgeben, in den Flieger nach Mexico City einchecken, dann natürlich auch zwei Stunden lang nach Mexico City fliegen, immer wieder realisieren, dass wir als Residents gerade unsere neue Heimat überfliegen, in Mexico City in den Flieger nach Buenos Aires steigen und nochmal lange 8,5 Stunden hinter uns bringen, bis wir endlich an unserem neuen Ziel sind.
Ach so, stop, da gibt es noch die witzige Begebenheit am Flughafen in Mexico City: Während wir so auf das Boarding warten, erklingt über die Flughafen-Lautsprecher plötzlich der Name der größten Pappnase. Wir sollen zum Gate kommen. Am Gate erklärt man uns, dass es ein Problem gibt und der Pass der grøßen Pappnase nochmal durch eine Maschine gezogen werden muß. Das sehr nette Personal erklärt uns mit Händen und Füßen (unser Spanisch und deren Englisch ist sehr holprig 😅), wohin wir gehen sollen. Das nette Personal erkennt die schwierige Situation schnell und schon flitzt der Jüngste im Team mit unseren Pässen zur ominösen Pass-Durchzieh-Stelle. 😅 Das nette Personal ist aber so dermaßen nett, dass sie uns nicht böse sind, sondern die Situation noch mit einem Lachen begleiten. DIE Situation hätten wir gerne mal in Deutschland erlebt. 😆
Die erste Nacht verbringen wir in flughafennähe im Bed & Breakfast „Sol y Luna“
Mit einem Uber geht es vom „Sol y Luna“ nach Buenos Aires. Das erste Aha-Erlebnis ist ein großes Schild mit deutscher(!!) Aufschrift: „Qualität und Design, Bremen“, dazu das Bild eines Ring-Maulschlüssels. 😳
Unser AirBnB liegt im Stadtteil Palermo. Palermo ist eines der schönen Stadtteile von Buenos Aires und davon gibt es einige, denn man sieht an allen Ecken und Enden, dass Argentinien mal eines der reichsten Länder der Welt war. Überall stehen mehr oder weniger gut erhaltene, mondäne und todschicke Stadthäuser in mit vielen Bäumen gesäumten Straßen.
Apropos „Straßen: Das Zurechtfinden in der Stadt ist sehr einfach, da die Straßen im Schachbrettmuster angelegt sind. Ein nettes Detail, welches der hübschen Pappnase auffällt: Die Straßen sind abwechselnd meist Einbahnstraßen mit Fahrtrichtung in die eine Richtung, im nächsten Block in die andere Richtung.
Weniger Übersichtlich gestaltet sich das Organisieren einer dieser blauen Subo-Karten, die man aufladen und in Bus und U-Bahn nutzen kann. Denn aufladen kann man die Karten in vielen Kiosken, die Karten selber bekommt man scheinbar nur am Schalter in den U-Bahn-Stationen. Achtung: Man btaucht dafür – Stand 2025 – Bargeld.
Ein kleines Glas Nutella kostet hier aktuell übrigens umgerechnet knapp 9,00€. 😳
Fun-Fact: Wie in New York, kann man an den Drehkreuzen am Eingang zur U-Bahn auch per Auflegen direkt mit der Kreditkarte oder Debitkarte zahlen, iim Bus geht das dummerweise NICHT! 🤪
Das Busfahrern kann übrigens ein Erlebnis sein. Wir haben abends, auf dem Weg vom sehr beeindruckenden Fußballstadion des River Plate, wo wir mit Aussicht ins Stadion im schicken Restaurant ein paar Drinks hatten, einen jungen Busfahrer erwischt, der nicht nur frei jeglicher Emotion war, sondern auch einen hervorragenden Rennfahrer abgegeben hätte. Sicherheitsabstände und Geschwindigkeitsbegrenzungen kannte er nicht – sehr geil. 😅
Nachdem wir unser Zuhause für die nächsten 6 Tage bezogen haben, zieht uns der Hunger ins Café Registrado, einem sehr coolen, stylischen Café, indem es wohl sehr leckeren Kaffee gibt, nur hat die hübscheste Pappnase ausgerechnet heute lieber ein Bier zum Frühstück. 😅
Unser nächstes Ziel ist eine unfassbar sehenswerte Buchhandlung im ehemaligen El Ateneo Grand Splendid, ein Must-See, wenn man in Buenos Aires ist – nicht nur wegen der Auswahl an Nazi-Büchern. 😅
Auf dem Weg zum Fußball-Stadion machen wir Halt an der Floralis Genérica und nehmen im schicken Restaurant New Jonathan, im sehr noblen Stadtteil Belgrano, direkt am Stadion ein paar erfrischende Drinks, denn die Temperatur von 27 Grad und bis jetzt schon gelaufenen 14 Kilometer fordern ihren Tribut. 😅
Eine wilde Busfahrt und schlussendlich 18,5 Kilometer später, erlauben wir uns auf der Dachterrasse im unserer Wohnung nahegelegenen Restaurant Urbano Cocina Americana ein paar ebenso göttliche wie kalorienreiche Burger und Cheese Fries. (Sorry fürs Denglish)
Smart-Klopfen: Mexiko und Argentinien gehören mir! 😁
Unser erstes Ziel ist eines der Wahrzeichen von Buenos Aires – der Obelisk auf der Avenue 9 de Julio. Kurz haben wir auch über die geführte Tour Nazis in Buenos Aires nachgedacht. Aber eine große, blonde, blauäugige Pappnase auf einer Nazi-Führung war uns dann doch zu klischeebehaftet. 😋
Nachdem wir das obligatorische Pappnasen-Foto gemacht haben, pappen wir noch schnell unseren Sticker auf eine nahegelegene Laterne und frühstücken mit Aussicht auf die wuselige Atmosphäre rund um den Obelisken im Tostado Café Club. Bisher haben wir noch nicht so richtig realisiert, dass wir tatsächlich in Buenos Aires sind. Ab dem Moment, wo wir dort sitzen, hat es „Klick“ gemacht. Mein lieber Scholli, wir sind in Buenos Aires! 🥳
Mit dem Bus fahren wir nach La Boca, dem Stadtviertel, dass nicht nur für seine bunten Häuser bekannt ist, sondern auch für Diego Armando Maradona und den Club Atlético Boca Juniors (kurz CABJ), der Fussballverein mit dem legendären Fussballstadion La Bombonera. Laut Maradona war und ist der CABJ „sein“ Fußballverein. So ist es logisch, dass hier im Jahr 2001 sein Abschiedsspiel stattfand.
Uns hat La Boca sehr sehr gut gefallen. Das pralle Leben und viele Ecken, die es zu entdecken gilt. Besonders gut hat uns das Restaurant El Gran Paraiso gefallen. Die Atmosphäre ist klasse. Man weiß gar nicht, wohin man schauen soll. Schon am Eingang laufen die Sinne Amok, weil man vorbei an mehreren Grills mit duftendem Fleisch und einem Berg aus Grillkohle in den Innenhof des mit einem Biergarten vergleichbaren Restaurants gelangt. Ein echter Tipp und mindestens eine 9 im inoffiziellen Pappnasen-Ranking. Dass uns ein Kellner von zwei verfügbaren Sorten Wasser das teurere San Pellegrino brachte, schmälert das Erlebnis kein bisschen. Wir haben es mit einem Lächeln und einem freundlichen Hinweis abgetan. Hey – wir sind in Buenos Aires!
Auf einer Bank unter einem Baum im Patio Quinquela setzten wir uns zu Itay, einem 21-Jährigen Israeli, der gerade seinen Wehrdienst beendet hat und nun erstmal Amerika erkunden will – Itay ist uns auf Anhieb sympathisch – auch, weil er das Simpsons-Duff-Bier trinkt. 😄 Wir quatschen eine halbe Stunde über Gott und die Welt, dann trennen sich unsere Wege. Vielleicht treffen wir uns wieder, denn zwei seiner nächsten Ziele stehen auch auf unserer Bucket-List.
Von La Boca aus wollen wir zurück zum Plaza del Mayo, einm sehr schönen Platz mit Springbrunnen und schattenspendenden Bäumen, umrahmt von den vielen, für Buenos Aires typischen Häusern im Kolonial-Stil. Spontan steigen wir aber schon zwei Stationen früher aus, um uns das neue und moderne Hafengebiet an der fotogenen Brücke Puente de la Mujer anzuschauen. Irgendwie müssen wir an den Rheinau-Hafen in Köln denken, auch wenn der Rheinau-Hafen im direkten Vergleich natürlich klar verliert. 😆
Die 650 Meter bis zum Plaza del Mayo gehen wir zu Fuß und nehmen später einen Bus in „unser“ Viertel, um im nahegelegenen El Poblado Bar Colombiano noch ein paar Drinks zu nehmen und eine Kleinigkeit zu essen. Sagten wir schon, dass wir das pralle Leben in Buenos Aires lieben?
Erstmal frühstücken. Zwei Blocks weiter als das Café Registrado findet sich Bagels & Bagels Nicaragua. Die Bagels sind klasse und der Yoghurt mit Früchten ein Gedicht – perfekt für den Start in den Tag
Die hübscheste Pappnase hat für ihre ehemaligen Arbeitskollegen eine Postkarte gekauft, die wir heute nach Deutschland schicken wollen. Also ab zum Postamt Correo Argentino. Abgeschickt haben wir die Postkarte dann allerdings NICHT, weil das Porto 10€ gekostet hätte. Irre. 😅
Na gut, dann also zu unserem nächsten Ziel, dem Friedhof La Recoleta. Auf La Recoleta liegen argentinische Berühmtheiten wie Eva (Evita) Perón.
Ganz in der Nähe des Friedhofs steht ein riesiger Gummibaum aus dem 18. Jahrhundert, dessen ausladende Äste sich weit um den Stamm des Baumes über den Platz ausbreiten. Wir konnten NICHT fassen, wie groß der Baum ist. Die Äste müssen mittlerweile gestützt werden. Eine dieser Stützen ist die Escultura Atlas de Recoleta, eine Skulptur des griechischen Titan, der das Himmelsgewölbe am westlichsten Punkt der damals bekannten Welt stützte – und einen Ast dieses Baumes. 😋
Gegen Abend konnten wir dann allerdings im Calden del Soho Grill NICHT widerstehen und mussten ein kleines 250gr – Schnitzel essen. Was wäre ein Besuch in Argentinien, ohne wenigstens ein Schnitzel gegessen zu haben? 😋
NICHT ging auch das Durchschlafen diese Nacht, denn vor unserem Haus spielte sich ein Blaulicht-Sirenen-Tamtam ab. Keine Ahnung, was los war, die anwesenden Polizisten wirkten jedenfalls sehr entspannt.
Der Plaza Dorrego im Stadtteil San Telmo ist ein historischer Platz mit Tangotänzern, einem sonntags abgehaltenen Antiquitätenmarkt, Cafés und Geschäften. Rund um den Platz finden sich viele tolle Locations, die es wert sind, entdeckt zu werden.
Die Busse in Buenos Aires sind eine Show für sich. Nicht nur, dass sie unanständig schnell durch die Stadt heizen, jeder Fahrer scheint seinem Bus eine eigene Note zu geben. ODER: Es sind Sub-Unternehmer mit eigenem Bus. Wie auch immer – wir haben viel Spaß an Buenos Aires‘ Bussen. 😄
Um den Plaza Dorrego ist umgeben vos für Buenos Aires typisch-schönen Kolonialstil-Häusern. In einer Seitenstraße der Plaza Dorrego findet man die San Telmo Markthalle. Einfach herrlich diese bunte Treiben innerhalb des Marktes, viele Leute, viel Betrieb, da und dort etwas essen, etwas trinken, einfach geniessen, super schön, auch bei schlechtem Wetter, sehr empfehlenswert!
n den Markthallen endecken wir Big BKF, die einen tollen handgearbeitet Ledersessel verkaufen, tolles Leder. Der wäre was für unsere zukünftige, mexikanische Hazienda. 😅
Um die Ecke geht’s gleich weiter mit haben-will-Dingen: Arandu San Telmo erstklassig gearbeitete, argentinisches Cowboy-Zeugs. Ein Traum (nicht nur) für Männer. 😋
Im Botanischen Garten Buenos Aires haben wir ein Hitze Bier gezischt und sind spazieren gegangen. Im Anschluss rüber zum Buenos Aires Ecoparque Bestimmt sehr sehenswert, Eintritt frei, waren aber platt. Die vielen Kilometer der letzten Tage fordern ihren Tribut.
Heute wollen wir uns eine SIM Karte fürs Handy kaufen. Es klappt auch alles mehr oder weniger reibungslos. Es läuft hier eben etwas anders als in Deutschland. Aber das alleine ist nicht der Grund für den Schatten…
Wir dachten, wir gehen in den nächsten Movistar Shop (Movistar ist einer der beiden großen Telekommunikationsanbieter) und wenn wir den Laden verlassen, haben wir eine funktionierende SIM Karte im Handy. Denkste.
Zuerst mussten wir nämlich in einen nahegelegenen Kiosk gehen, um ein einen dieser kleinen Kuvert-Ähnlich verpackten SIM Karten zu kaufen. Preis: 2000 Pesos (im Januar 2025 ca. 2€), dann wieder zurück in den Movistar Laden, wo die Karte dann durch einen Ausweis registriert wird. Im Anschluss sollten wir einen Anruf tätigen, durch den die SIM dann aktiviert wird.
Klingt komisch, läuft aber so. Und hat ab da auch gut funktioniert – zumindest ein paar Stunden lang.
Auf dem Weg zur Bushaltestelle stolpern wir quasi über die Cocu Boulangerie, einem sehr gemütlich aussehenden Café. Da wir noch nicht gefrühstückt haben, ist die Entscheidung schnell gefallen. Wir bestellen einen Cappuccino, einen Saft, ein „Eclair de Pistacho“ und eine „Fit Bowl“ – einen Joghurt mit Früchten – alles sehr sehr lecker.
Circa eineinhalb Stunden und 50 Stationen fahren wir nach Tigre, nordwestlich von Buenos Aires. Und die Fahrt lohnt sich – aber sowas von! (Leider fehlen uns ein paar sehr schöne Fotos, aber dazu später mehr)
Man könnte meinen, Tigre ist ein Stadtteil von Buenos Aires – ist er aber nicht. Der Pseudo-Stadtteil ist ein Naherholungsgebiet mit Vergnügungspark direkt am Río Paraná gelegen. Tigre wirkt wie die südamerikanische Ausgabe von Venedig mit einem Schuss Las Vegas. 😅
In Tigre lebte und starb übrigens auch Diego Maradonna. Wie auch immer, Tigre ist klasse und unbedingt einen Ausflug wert. Unbedingt eine Bootstour machen und den Puerto de Frutos, einem tollen Open Air – Markt mit vielen Restaurants besuchen!
Für die Rückfahrt nehmen wir ab der Station Delta station den „Linea Mitre“ – Zug, der übrigens auch mit der SUBTE Karte bezahlbar ist – Nahverkehr können die Argentinier.
An der Station „Libertador“ steigen wir in den Bus und der Ärger beginnt…
Wir setzen uns in die erste Reihe, direkt an der Tür. Wir bemerken, dass der Busfahrer mehrmals kurz, leise und von uns abgewandt telefoniert. Dieses „Leise“ ist untypisch für Südamerikaner 😅, aber wir denken uns noch nichts dabei. Ein paar Stationen später hält der Bus, um einen alleine stehenden Mann an einer Ecke mitzunehmen. Ob diese Ecke auch eine Bushaltestelle ist, wissen wir nicht mehr. Bushaltestellen sind hier auch nur durch einen Pfeiler mit einem kleinen Schild markiert.
Der Busfahrer öffnet die Tür, der Mann bleibt an der Tür stehen, schaut Simone an und greift blitzschnell zu ihrem Handy, welches sie in beiden Händen auf ihrem Schoß hält. Das Ganze ging dermaßen schnell und präzise, dass man schon fast Respekt zollen muss. 😅
Der Busfahrer guckt verdutzt, wir gucken verdutzt, die mit uns im Bus sitzenden haben es vermutlich gar nicht mitbekommen, aber ein Hinterherrennen wäre sinnlos gewesen, so schnell ging alles. Es ist auch nur ein Handy und das kann ersetzt werden.
Damit beschäftigen wir uns dann auch die wenigen, uns noch verbleibenden Stunden in Buenos Aires, denn in ein paar Stunden geht schon unser Flug zum nächsten Ziel.
Auf der Suche nach einem APPLE Store, den wir an der angegebenen Stelle nicht finden, stoßen wir auf Martin, einem jungen Argentinier, der im Plaza Galicia arbeitet, welches wir fürs WLAN Schnorren aufsuchen, denn mit dem Verlust des Handys war unser Internetzugang auch futsch. 🤪
Martin ist klasse. Er spricht nicht nur gutes Englisch, hat einen in Deutschland lebenden Großvater, er gibt uns auch hilfsbereit und geduldig einen Hotspot, um einen anderen APPLE Store zu finden. Martin, du bist klasse, möge dich das Karma auf all deinen Wegen liebevoll umarmen! ♥️
Im iPoint – wie der Name schon vermuten lässt -, einem APPLE Retailer Store, treffen wir Carlos, der sich eine unglaubliche Mühe gibt, uns bei unserem Problem zu helfen, denn die hübscheste Pappnase ist keine große Freundin von BackUps und damit einher gehen ein paar Unannehmlichkeiten – gelinde gesagt…
Carlos begleitet uns sogar zum nächsten Movistar Shop, damit wir uns wieder eine SIM kaufen können. Auch für dich Carlos: Möge dich nur das Beste Karma begleiten. ♥️
Wieder zurück in unserem AirBnB beginnen wir mit dem – ohne BackUp – nervenaufreibenden Wiederherstellen des Handys und müssen im Anschluss auch schon unsere Taschen packen, denn um 1:30 Uhr bringt uns ein UBER schon zum Flughafen Buenos Aires-Ezeiza – an Schlaf ist nicht mehr zu denken. Dementsprechend müde wirken wir auch auf unserem letzten Foto, welches wir um 4:30 Uhr kurz vor Abflug im Tostado Café Club machen.
Reisen kann echt anstrengend sein.😅
Das Ushuaia-Feeling beginnt schon am Flughafen. Wieviele Flugzeuge landen hier täglich? Drei? Fünf? Keine Ahnung, wir haben nur einmal gesehen, dass hier ein Flugzeug gestartet ist und unser AirBnB lag am Berg mit freiem Blick auf den Luftlinie 2,2 Kilometer entfernten Flughafen. 😄 Auch das Flughafen-Gebäude ist einzigartig. Klein, übersichtlich und in Holzständer-Bauweise errichtet. Cool.
Nachdem wir unser Gepäck per Taxi in unsere Bleibe für die nächsten Tage gebracht haben, mieten wir uns ein Auto bei Marcelo, einem Bekannten von Natalie, unserem AirBnB-Host. Die Anmietung vermittelt uns schon einen ersten Eindruck, wie die Uhren hier ticken. Marcelo holt uns am Hafen von Ushuaia (welches übrigens mit stummen „h“ gesprochen wird) ab, dreht mit uns eine kleine Runde, um uns die drei wichtigsten Verkehrsregeln zu erklären und übergibt uns das Auto per Handschlag und einer Anzahlung von 50 Dollar. 😳
Geil, sowas haben wir auch noch nicht erlebt.😅
Ein weiteres Highlight ist unsere Wohnung. Sie liegt am Berg, geschätzte 100 Meter über der Stadt Ushuai, mit Blick auf den Hafen, die Bucht und die Ausläufer der Anden – ein Traum. Das Bett steht auf einer Empore mit eigenem Fenster. 😍
Im Hafen liegt gerade die Octopus die ehemals viertgrößte Yacht der Welt wurde für Paul Allen, Microsoft-Mitbegründer gebaut und verfügt über ein eigenes U-Boot.
Wirklich viel kann man in Ushuai nicht unternehmen. Wir denken, drei bis vier Tage sind für einen Besuch ausreichend. Eine der Schiffsfahrten zum in der Bucht gelegenen Leuchtturm und zur Robben- bzw. Pinguin-Insel sparen wir uns. Die aufgerufenen Preise von umgerechnet 85 – 135€ erscheinen uns überzogen.
Wir erkunden dafür auf eigene Faust die unglaubliche Landschaft Feuerlands. Und die sollte man wirklich mal gesehen haben. Unsere Fotos vermitteln höchstens einen ersten Eindruck.
Unser Highlight ist die Fahrt nach Moat. Screiben können wir darüber nur wenig – uns fehlen die Worte, um diese Landschaft würdig in Worte zu fassen. Abenteuerliche Brücken, die schon ächtzen und rumpeln, wenn man sie mit dem PKW überquert, windschiefe, knochige Bäume, ein unvergleichliches Spiel von Licht und Schatten, welches einem hinter jeder Kurve ein „Wow!“ entlockt. Wir sehen Wildpferde und Rinder, die in eingezäunten Ranches von der Fläche einer deutschen Kleinstadt frei herumlaufen – wie finden die Gauchos ihre Rinder da eigentlich? 😅
Am Cambaceres River Camp fahren wir mit dem Auto zu einem Plateau, von dem man das Ende Chiles sehen kann. Wir sind so dankbar, dass wir das Glück haben, so etwas erleben zu dürfen.
Die Preise hier liegen in einer Range zwischen „so wie in Deutschland“ bis „happig und überzogen“. So werden im Tierra Mayor, einem schön gelegenen Restaurant mit guter Aussicht, für zwei Fläschchen Wasser und Apfelsaftschorle to go saftige 8€ aufgerufen.
Der Nationalpark in Ushuaia ist ganz nett. Nein, damit tun wir dem Park sicher unrecht. Wir sind einfach noch verwöhnt vom Vortag. Wir finden einfach, die 30€ Eintritt pro Person sind überzogen. Dafür sollte man lieber die Straße nach Moat fahren und die ist sogar gratis. Im Park gibt es ein paar wirklich sehenswerte Ecken. Uns hat die Bucht mit dem Correo del fin del mundo, dem kleinen Postamt gut gefallen – auch wenn das Postamt geschlossen ist und wie es aussieht, auch bleibt. Die Aussicht ist trotzdem atemberaubend.
Sehr schön ist auch der Puerto Arias. Tolle Aussicht und man ist schon ganz nahe an Chile.
Auf dem Weg zum Parkausgang sehen wir zwei Tramper, die wir wegen des einsetzenden Regens mitnehmen. Es stellte sich heraus, dass die beiden ein junges Pärchen aus Deutschland sind. Deutsche triffst du überall – selbst am Ende der Welt. 😅
Wegbeschreibung Fahrt nach Moat: Von der RN3 bei Kilometer 3016, an der Campamento Rancho Hambre auf die RP J 1 abbiegen. Bis zum Almanza Fork, dann links abbiegen.
Tipp: Im Tourismus-Büro Secretaría de Turismo de Ushuaia im Hafen kann man sich einen Stempel in z.B. den Reisepass ballern. Haben wir natürlich gemacht. 😋