Nach einem Drink auf der Hotel-Terrasse wollen wir die nur knapp 15 Gehminuten entfernte Sultan Ahmed Moschee – auch Blaue Moschee genannt – und die Hagia Sophia erkunden. Zunächst wollte aber der Hunger gestillt werden und da stolpern wir praktischerweise schon 40 Meter nach verlassen unseres Hotels über den „Red River Pub“ – ein wie der Name schon sagt, typisch türkisches Restaurant. 😆 Überhaupt ist Istanbul voll mit Restaurants. Haben wir eigentlich schonmal eine Stadt besucht, in der es SO VIELE Restaurants gibt?
Natürlich sitzen wir draußen. Es ist warm, die Menschen wuseln an uns vorbei, das Stimmgewirr, das Bimmeln der Straßenbahn, die Gerüche – Istanbul ist eine sehr sehr sehr lebendige Stadt. Wir werden das Red River Pub mehrfach besuchen. Das Personal ist lustig und die „Sigara Böregi“ sind fantastisch! 😍
Gestärkt schlendern wir vorbei am Topkapi Palast über die „Alemdar Caddesi“ den Hügel hinauf Richtung Blauer Moschee, als die hübscheste Pappnase auf Höhe der Hagia Sophia plötzlich Flucht – eine Möwe hat ihr auf den Arm gesch… 😆
Nahe der Blauen Moschee befindet sich das Hippodrom, eine an den römischen Circus Maximus angelehnte Pferde- und Wagenrennbahn. Dass dort früher einmal 100.000 Menschen an den Veranstaltungen teilnehmen konnten, sieht man heute nicht mehr. Übrig geblieben ist mehr oder weniger nur noch ein ehemals 30 Meter hoher Obelisk, der wohl beim Transport von Ägypten nach Konstantinopel beschädigt wurde und heute „nur noch“ 20 Meter misst.
Aber jetzt endlich zur Blauen Moschee. Kopftücher kann man sich leihen und wenn die Schuhe in Regalen geparkt sind, steht dem Zutritt nichts mehr im Weg. Als wir die Moschee wieder verlassen, dämmert es bereits und beleuchtet wirkt das Bauwerk doppelt beeindruckend. Den Besuch der Hagia Sophia verschieben wir. Wir möchten uns noch in ein schönes Restaurant setzen und dann ins Bett. br> Wir schlendern noch ein wenig durch den Sultan Ahmet Park, dem Park zwischen Blauer Moschee und der Hagia Sophia. Man fühlt sich mehr an einen schönen Frühlingsabend erinnert, als an einen Herbst-Abend. Überall schlendern Menschen, einige sitzen auf den Wiesen, manche machen Selfies und von den Straßenständen weht einem der Duftet von gekochtem Mais in die Nase.
Wir schlendern an der Hagia Sophia vorbei in Richtung „Soğuk Çeşme Sokak“, einer schönen, historischen Straße mit ein paar gemütlichen Restaurants. Warum wir uns nicht schon dort niederlassen? Keine Ahnung, irgendwie sind wir so vom Charme der Gegend gefesselt, dass es uns immer weiter zieht. Auf dem Weg zum Hotel entdecken wir das „Lotus Restaurant“ und nehmen draußen für ein paar Drinks und Snacks Platz. Uns gefällt die Atmosphäre und die Show beim Servieren eines „Testi Kebab“, der im Tontopf und mit Tischfeuerwerk serviert wird, amüsiert uns sehr. Und dann wäre da noch ein netter Kellner namens „Sükrü“, mit dem wir viel Spaß hatten und der sich sogar mit Bitcoin auskannte. 😍 Ist es da verwunderlich, dass wir bis auf einen Abend täglich dort sein werden?
Obelisk des Theodosius im Hippodrom
Mit 3500 Jahren das älteste Denkmal Istanbuls
Soğuk Çeşme Sokak
Schöne Straße zwischen Hagia Sophia und Topkapi Palast